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Autor: Livia In-Albon

Projekt Management Remote Monitoring für die Konzeptprüfung SS-149

Kunde: SBB, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Projektplanung
  • Lösungsarchitektur
  • Anforderungsanalyse
  • Beschaffung
  • Überwachung der Installation, Integration und Inbetriebnahme durch den Lieferanten
  • Datenanalyse und Berichterstattung

Unsere Umsetzung

Da die Schweiz zu den ersten Ländern gehörte, in denen ausschliesslich ETCS zum Einsatz kommt, wurde eine Überwachung, gemäss einer nationalen Anforderung (NNTR), schlecht funktionierender Eurobalisen als Anforderung für alle aktiven Flotten eingeführt. Für den TSI-2023 Release musste diese NNTV übertragen und in das Subset 149, Online Monitoring System, überführt werden.

Im Dezember 2022, als der Entwurf der Spezifikation für das Subset – 149, Online Monitoring System vorlag, wurde PROSE vom Bahninfrastrukturbetreiber der Schweizerischen Bundes-bahnen SBB beauftragt, einen Proof of Concept zu entwickeln und durchzuführen. Ziel war es, die Eignung und Vollständigkeit des vorgeschlagenen Protokolls zu bewerten.

PROSE entwickelte eine Systemarchitektur und die zugehörigen Anforderungen für eine Online-Überwachung des MVB-Busses der ETCS-Bordgerät (OBU) von Siemens auf einem neuen Stadler FLIRT-EMU, der der Schweizerischen Südostbahn gehört und von ihr betrieben wird. Railnova wurde als geeigneter Lieferant evaluiert und lieferte die zugehörige Lösung, sowohl bordseitig (Sniffer und Gateway), als auch streckenseitig. PROSE führte das Integrations-Engineering und die Autorisierungsaktivitäten durch.

Nach Inbetriebnahme der Lösung überwachte PROSE die streckenseitige Infrastruktur genau und analysierte die Daten und Rückmeldungen, um den DRAFT Subset-149 zu korrigieren und zu verbessern, was direkt zu seiner aktuellen Ausgereiftheit und Zuverlässigkeit beitrug.

Kundennutzen

Mit der Beauftragung von PROSE profitiert der Kunde von der umfangreichen Erfahrung von PROSE im Bereich der fahrzeugseitigen Signalisierung, ETCS und Online-Überwachung, sowohl streckenseitig als auch fahrzeugseitig. Für ein erfolgreiches Projekt sind unternehmerisches Denken, fundierte technische Kenntnisse, aber auch Marktkenntnisse erforderlich.

Der Kunde muss keine projektspezifischen Managementressourcen aufbauen. Darüber hinaus gewährleistete unsere unabhängige Beratungsrolle eine neutrale Perspektive und sorgte gleichzeitig für die Abstimmung zwischen den verschiedenen am Projekt beteiligten Akteuren.

 

  

Revitalisierung von Schienenfahrzeugflotten: Die Kraft der Modernisierung

Heutige Schienenfahrzeugflotten müssen mehr als nur fahren – sie müssen sich mit neuen Technologien weiterentwickeln, betriebliche Anforderungen erfüllen und wirtschaftlich rentabel bleiben.

Unser aktuelles Whitepaper zu Flottenstrategien und Modernisierungsmassnahmen unterstreicht die Bedeutung einer gut durchdachten Flottenstrategie, die den gesamten Lebenszyklus abdeckt. Erfahren Sie, wie eine gezielte Modernisierung Betriebs- und Lebenszykluskosten senken, die Nachhaltigkeit steigern und sich wandelnde Anforderungen erfüllen kann.

Ob Modernisierung, Refit, Retrofit, Nachrüstung oder Redesign – jede Massnahme erfordert eine solide Grundlage aus technischer Bewertung, wirtschaftlicher Analyse und strategischer Planung. Unsere Methodik stellt sicher, dass dies möglich ist.

Lesen Sie hier unser Whitepaper (deutsche Version in der zweiten Hälfte des Dokuments): EN & DE PROSE White Paper Fleet strategy and Modernisation measures

Zulassung von Dienstfahrzeugen: ein unterschätztes Risiko?

Die Überarbeitung der TSI LOC&PAS im Jahr 2023 hat für viele Akteure im Eisenbahnsektor eine neue Komplexität mit sich gebracht, insbesondere im Hinblick auf die multinationale Genehmigung von Schienenfahrzeugen.

In den März- und Aprilausgaben der „Schweizer Eisenbahnrevue” beleuchtet Stefan Bühler die daraus resultierenden Herausforderungen und erklärt, warum nationale Genehmigungen derzeit vor allem für die Schweiz und ihre Grenzstrecken oft die einzige praktikable Option sind. Sein Artikel ist jetzt als PROSE-Whitepaper verfügbar (nur auf Deutsch).

Eine wichtige Schlussfolgerung:

„Dienstfahrzeuge müssen an Aufgaben angepasst werden können. Das braucht Regelwerke und Prozesse, die auch Innovationen und adaptive Lösungen ermöglichen!“

Bei PROSE begleiten wir Hersteller, Infrastrukturbetreiber, Betreiber und Behörden unabhängig, erfahren und unkompliziert durch diese komplexen Prozesse.

Lesen Sie das Whitepaper hier: PROSE-White Paper _Aktuelle Herausforderungen bei der Zulassung von Dienstfahrzeugen

Alle PROSE Whitepapers ansehen

Entwicklung eines Hilfsdrehgestells für Strassenbahnen in der Werkstatt

Kunde: Würzburger Straßenbahn GmbH, Deutschland

Projektaufgaben

  • 3D-Modell (3D-Geometrien für Einzelteile sind Teil des 3D-Modells)
  • Kombinierte Schweissbaugruppen- und Bearbeitungszeichnungen
  • Montagezeichnung
  • Ergebnisse der Festigkeitsberechnung
  • Bericht über die Gleisführung

Unsere Umsetzung

PROSE entwickelte ein werkstatttaugliches Hilfsdrehgestell zur temporären Verlagerung von Niederflurfahrzeugen während Wartungsarbeiten. Die Konstruktion ist bewusst einfach gehalten und ermöglicht eine verwindungsweiche Aufnahme der Fahrzeuge. Ziel war eine Lösung, die funktional, robust und zugleich so gestaltet ist, dass sie vom Betreiber eigenständig gefertigt und eingesetzt werden kann. PROSE übernahm die komplette Auslegung – vom Konzept bis zu den fertigungsreifen Unterlagen.

PROSE verbindet mit der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) eine enge Beziehung, die in den letzten Jahren durch verschiedene erfolgreiche Kooperationen entstanden ist. Da wir mit den technischen Anforderungen der Fahrzeuge der WSB vertraut waren, konnten wir schnell mit der Konstruktion des Drehgestells beginnen.

Unser Ansatz bestand darin, den Raddurchmesser schnell zu bestimmen und die gewählten Parameter mit dem Kunden abzustimmen. So konnten wir mit einem klaren, gemeinsamen Verständnis direkt in die Konstruktion einsteigen.

Während der gesamten 3,5-monatigen Entwicklungsphase hielten wir den Prozess schlank und effizient. Monatliche Status-Updates sorgten dafür, dass der Kunde stets gut informiert war, ohne dass er sich intensiv einbringen musste. Dank des umfassenden technischen Know-hows von PROSE konnten unnötige Iterationen vermieden werden, was zu einer pünktlichen Projektabwicklung beitrug.

Kundennutzen

Dank unserer engen Zusammenarbeit mit dem Kunden und unserem tiefen technischen Verständnis konnten wir besonders schnell mit der Entwicklung beginnen. Der Kunde profitierte von unserem fundierten Fachwissen und Verständnis und konnte dadurch viel Zeit und Aufwand sparen. Die Lösung wurde genau auf die Anforderungen der Werkstatt zugeschnitten. Die komplette, produktionsreife Dokumentation mit 3D-Modell, Festigkeitsnachweis und Gleisführungsbericht sorgte für eine schnelle Umsetzung. Dank unserer umfassenden und fundierten Kenntnisse der Industriestandards, der Rahmenbedingungen und Ortskenntnis in den Betriebswerkstätten der WSB und der engen Zusammenarbeit mit dem Kunden konnten wir Herausforderungen vorhersehen, bevor sie auftraten.

 

 

Betriebslastmessung und bruchmechanische Beurteilung

Kunde: RAlpin AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Betriebslastmessung
  • Radsatzwellenberechnung
  • FE-Rechnung
  • Bruchmechanische Beurteilung

Unsere Umsetzung

Beim Kunden bestand der Bedarf für zwei bruchmechanische Untersuchungen. Einerseits sollte untersucht werden, wodurch Rissbildungen am Spurkranzrücken ausgelöst werden bzw. welche Faktoren zum Risswachstum beitragen. Andererseits bestand der Bedarf, das festgelegte Prüfintervall der Radsatzwellen rechnerisch zu untermauern. Als Grundlage für die bruchmechanischen Untersuchungen von PROSE sollen dazu reale Betriebslastdaten verwendet werden.

PROSE führte für die Erfassung der Betriebslasten auf den gefahrenen Strecken eine unbegleitete Messung durch. Dazu wurde ein Messsystem direkt auf einem Drehgestellrahmen installiert. Dieses erfasste über mehrere Tage mittels dazugehöriger GPS-Antenne die Position des Fahrzeug-verbundes sowie mit entsprechender Sensorik die Quer- und Vertikalbeschleunigung sowie die Rotationsgeschwindigkeit des Drehgestells. Die Messsignale wurden laufend über das Mobilfunknetz an eine zentrale Speichereinheit gesendet. Die so gemessenen realen Betriebslasten bildeten die Grundlage für die anschliessenden bruchmechanischen Untersuchungen.

Die Untersuchung der Radscheibenrisse erfolgte anhand von zwei beim Kunden verwendeten Radtypen. Die Belastung dieser Radtypen wurde mittels MKS-Simulation anhand der realen Belastungsdaten simuliert.

Zur bruchmechanischen Beurteilung der Radsatzwellen wurde in einem ersten Schritt, zur Orientierung und der Beurteilung der allgemeinen Auslastung der Radsatzwelle, eine Radsatz-wellenberechnung nach EN13103-1 durchgeführt. In einem zweiten Schritt wurden an den kritischen Wellenpositionen (Positionen mit den höchsten Biegespannungen) zyklische Rissfortschrittsberechnungen durchgeführt.

Kundennutzen

Unsere bruchmechanischen Untersuchungen bestätigten, dass die Risse in den Radscheiben nicht durch das Bremsverhalten oder den Kontakt mit dem Radlenker verursacht wurden. Als mögliche Ursache für den Rissfortschritt konnten Eigenspannungen identifiziert werden. Die bruchmechanische Bewertung der Radsatzwelle bestätigte allerdings auch, dass das bestehende Prüfintervall ausreichende Sicherheit bietet.

Die neutrale und unabhängige Position sowie das tiefe technische Verständnis von PROSE gaben dem Kunden eine solide Ausgangsbasis für weitere Untersuchungen. Durch die Verwendung von Daten aus betrieblichen Belastungsmessungen konnte die Untersuchung auf die realen Betriebsbedingungen abstimmt werden, was die Qualität der Ergebnisse verbesserte und das Vertrauen des Kunden in die Erkenntnisse erhöhte. Dank des einzigartigen Fachwissens im Bereich der Bahntechnik und der umfassenden Erfahrung mit rollendem Material liefert PROSE eine massgeschneiderte, unvoreingenommene Analyse, die eine effektive Entscheidungsfindung und ein langfristiges Asset Management unterstützt.

 

 

Hohe Anerkennung und Zufriedenheit bei PROSE Schweiz

Wir freuen uns über die Auszeichnung mit dem neuen kununu Top Rated-Siegel „Gehaltszufriedenheit 2025“!

Nur rund 3% aller Unternehmen auf kununu erhalten diese Auszeichnung, die auf besonders guten Bewertungen der Mitarbeiter:innen in den Kategorien Vergütung und Sozialleistungen beruht.

Dieses Feedback macht uns stolz und motiviert uns, weiterhin ein faires, wertschätzendes und zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Unsere PROSE-ianerinnen und PROSE-ianer sind ein wichtiger Teil unseres Erfolges.

 

 

Innovatives Angebots- und Betriebskonzept für S-Bahn-Verkehr

Kunde: Forchbahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Szenarien- und Varianten Angebots- und Betriebskonzept 2035+
  • Konzept on-Demand-Betrieb mit ATO
  • ZIEL-Systemarchitektur und Gap-Analyse zur IST-Systemlandschaft
  • Anforderungsermittlung für spätere Migration des Neufahrzeugs

Unsere Umsetzung

PROSE unterstützte die Forchbahn in der Ausschreibung einer neuen Fahrzeugflotte. Im Rahmen dessen stellten sich ebenfalls Fragestellungen zum zukünftigen Angebots- und Betriebskonzept der S18 Zürich Stadelhofen – Esslingen. Um die Chance einer neuen Fahrzeugflotte zu nutzen, erarbeitete PROSE unterschiedliche Szenarien bezüglich Fahrzeuglängen und der Veränderung des aktuellen Angebotskonzeptes durch den Einsatz automatisch betriebener Fahrzeuge in Richtung eines on-Demand-Betriebs in Randzeiten. Die Szenarien wurden für verschiedene Angebotsstufen, je nach Zeithorizont, ausgearbeitet.

Ausgehend von den bestehenden Altfahrzeugen, den Umlaufplänen, dem vorgesehenen Fahrplan und den Frequenzerhebungen des aktuellen Betriebs analysierten wir mögliche Fahrzeugkonzepte und die daraus resultierende Anzahl Neufahrzeuge. Dabei haben wir insbesondere die Möglichkeiten mit langen und kurzen Zügen sowie die betrieblichen und technischen Reserven untersucht. Zudem haben wir ein Angebots- und Betriebskonzept 2035+ mit dem Einsatz vollautomatischer Triebzüge auf der eigenen Infrastruktur der Forchbahn erarbeitet. Dies beinhaltete neben den Migrations- und Angebotsschritten in der Einführungsphase auch die das Konzept zur Einführung eines on-Demand-Betriebs in den Randzeiten. Im Rahmen der Ausschreibung wurde ausserdem eine ZIEL-Systemarchitektur sowie Fahrzeuganforderungen für eine mögliche spätere Migration abgeleitet.

Kundennutzen

Aufbauend auf den IST-Daten konzipierte PROSE den SOLL-Zustand und leitete daraus Chancen und Risiken zu den jeweiligen Stossrichtungen in Angebot und Betrieb ab und reflektierte diese in Workshops mit den Verantwortlichen der Forchbahn. Die Ergebnisse wurden direkt in die Ausschreibungsunterlagen integriert. Damit ist sichergestellt, dass die Fahrzeuge langfristig für den Betrieb geeignet sind und der späteren Umsetzung des ATO-on-demand-Betriebs nichts im Wege steht. Das Wissen von PROSE hat der Forchbahn geholfen, frühzeitig fundierte Entscheidungen zu treffen, die zukünftige Risiken reduzieren und die langfristige betriebliche Effizienz unterstützen.

 

 

Sicherstellen der Befahrbarkeit geplanter Strassenbahn-Trassierungen mit Bestandsfahrzeugen

Kunden: Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB), Deutschland; HAVAG Hallesche Verkehrs-AG, Deutschland; Basler Verkehrs-Betriebe (BVB), Schweiz

Projektaufgaben

  • Kompatibilität sicherstellen: Klärung der Befahrbarkeit geplanter Strassenbahn-Trassierungen durch die Bestandsflotte
  • Optimierung der Trassierung: Vorschlag von alternativen Trassierungs-Varianten, die sicher und ohne Beschädigung oder Entgleisung der Strassenbahnen befahren werden können

Unsere Umsetzung

Strassenbahngleise weisen aufgrund der Topografie oder historisch gewachsenen Stadtzentren zum Teil sehr individuelle Eigenschaften auf. Die Fahrzeuge müssen auf diese Besonder­heiten der Infrastruktur abgestimmt sein. Entsprechend wenig sind Fahrzeuge und Gleise von Strassenbahnsystemen bislang vereinheitlicht oder genormt. Moderne Strassenbahnfahrzeuge sind häufig mehrteilige Glieder­fahrzeuge. Ihre Fahrzeuglänge kann sich gleich über mehrere Trassierungs­elemente wie Bögen oder Neigungs­wechsel hinweg erstrecken. In der Regel sind alle Fahrzeugsegmente nahezu torsionsstarr miteinander verbunden – bis auf geringe Nach­giebig­keiten in wenigen Dachgelenken. Daher sind lange Glieder­fahrzeuge häufig sensitiv auf Torsionslasten, wie sie beispiels­weise bei der Kombination von kleinen Bogenradien und grossen Neigungswechseln entstehen.

Bei der Planung von Streckenerweiterungen stellt sich daher regelmässig die Frage, ob die Bestandsfahrzeuge die neu geplante Trassierung befahren können. Schutzziele sind dabei insbesondere die Sicherheit gegen Entgleisen und das schädigungs­freie Ertragen der auftretenden Lasten. Weiterhin können auch die Zwängungs­freiheit zwischen Fahrzeugteilen oder die Boden­freiheit unterhalb des Fahrzeugs Kriterien sein.

PROSE untersucht die Befahrbarkeit mittels Mehrkörpersystem ­(MKS)-Simulationen, wie sie beispielsweise auch für die Entwicklung von Schienenfahrzeugen international gebräuchlich sind. Dabei werden die spezifischen Eigenschaften der gegen­ständlichen Fahrzeuge berücksichtigt, wie sie sich insbesondere aus dem Fahrzeugkonzept, der detaillierten Massenverteilung sowie den individuellen Fahrwerken mit ihren Federstufen etc. ergeben. Das Simulationsmodell beinhaltet weiterhin das Gleis mit der abzuprüfenden Trassierung, örtlichen Spur- und Rillenweiten sowie etwaigen Flachrillen. Darüber hinaus sind z.B. eine elastische Gleisbettung oder örtliche Gleislagefehler möglich. In der Simulation werden die Fahrzeugmodelle über die geplanten Gleisanlagen bewegt. Dabei werden relevante Kombinationen von Rand­bedingungen wie z.B. der Beladung, einer Winterversteifung der Gummifedern, der Rad/Schiene-Profile, der Fahrgeschwindigkeit etc. variiert.

Die Simulationsergebnisse werden gegenüber Beurteilungs­kriterien aus Regelwerken (z.B. Entgleisungssicherheit) oder Fahrzeugunterlagen (z.B. ertragbare Lasten) bewertet. Soweit die Befahrbarkeit noch nicht sichergestellt ist, variiert PROSE die Trassierung in einem schrittweisen Vorgehen. Dazu dienen zuvor abgestimmte Prämissen, welche Parameter wie z.B. der Überhöhungsverlauf oder die Höhenlage etc. prioritär geändert werden oder beispielsweise aus städtebaulichen Gründen unverändert bleiben müssen.

Kundennutzen

Der unmittelbare Nutzen besteht in der Planungssicherheit, die sich aus der nachweislichen Befahrbarkeit der neuen Trassierung ergibt. Gleichzeitig wird das Risiko an Spätfolgen nach Realisierung der Baumassnahme wie auftretenden Rissen an der Fahrzeugstruktur minimiert.

 

Verschleissüberwachung für Meterspurbahnen

Kunde: Montreux-Oberland-Bahn (MOB), Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektleitung
  • Konzeptentwicklung
  • Systemintegration

Unsere Umsetzung

Die Montreux Oberland Bahn (MOB) stand vor einer Herausforderung, als sie sich plötzlich mit erhöhtem Lärm und starkem Verschleiss an Rad und Schiene an einer Vielzahl von Fahrzeugen ihres Fuhrparks konfrontiert sah. Verschiedene Fahrzeuge zeigten unerwartet hohe Abnutzungserscheinungen.

PROSE führte während zwei Tagen akustische Messungen an einem Fahrzeug durch, das auf dem MOB-Netz verkehrte. Dabei verwendeten wir drahtlose Mikrofone, die magnetisch unter dem Wagenkasten auf jeder Seite des Zuges angebracht waren. Die akustischen Signale wurden drahtlos an einen Laptop im Inneren des Fahrzeugs gesendet. Mit Hilfe einer speziellen Akustiksoftware wurden diese akustischen Signale in Echtzeit vom Zeitbereich in den Frequenzbereich übertragen. Anhand der Amplituden in bestimmten Frequenzen konnte das Problem des Lärms und der Abnutzung in bestimmten Kurven des Netzes lokalisiert werden. Zusätzliche Messungen an den Schienen zeigten, dass die Spurkranzschmierung an der Schiene unzureichend war und Lärm und Verschleiss verursachte. Nach einer manuellen Schmierung von etwa 10 Kurven auf dem 45 km langen Netz verschwand der Verschleiss vollständig, und der Lärm konnte reduziert werden.

Kundennutzen

Die MOB musste ihre Dienste einschränken, da der Verschleiss und die Lärmbelästigung nicht mehr akzeptabel waren. Nach der Analyse und der Lokalisierung des Problems durch PROSE-Expert:innen auf dem MOB-Netz innerhalb eines Tages nach der Messung konnten Lärm und Verschleiss auf ein Minimum reduziert werden, und die MOB konnte wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen.

 

  

PROSE am Swissrail Mobility Day 2025

Am 22. Mai 2025 trifft sich die Schweizer Bahn- und Mobilitätsbranche am StageOne in Zürich, Oerlikon – und PROSE ist mit einem eigenen Stand dabei.

Warum Sie uns besuchen sollten:

  • Sprechen Sie mit unseren Expert:innen
  • Erhalten Sie Einblicke in unsere innovativen Lösungen und aktuellen Projekte
  • Vernetzen Sie sich mit Expert:innen aus der gesamten Branche
  • Spannende Vorträge zu aktuellen Themen mit unterschiedlichen Perspektiven

Folgen Sie uns auf LinkedIn: In Kürze werden wir die Themen unserer PROSE-Präsentationen vor Ort veröffentlichen.

Erfahren Sie mehr und melden Sie sich jetzt an: https://mobilityday.ch/

Der Eintritt ist für Betreiber, Behörden und Student:innen frei.

 

Cybersecurity Sensibilisierung

Projektaufgaben

  • PROSE-Präsentation zum aktuellen Stand der Bahnindustrie
  • PROSE-Präsentation zur zukünftigen Entwicklung der Bahnindustrie
  • Vertiefung zu TS 50701, Security vs. Safety und Diskussion über Standards
  • Interaktives Brainstorming zur Lückenanalyse
  • Konsolidierung der Ergebnisse der Lückenanalyse und Priorisierung
  • Analyse der Security Dokumentation des Kunden
  • Zusammenfassung und Definition der nächsten Schritte und Ziele

Unsere Umsetzung

Die digitale Transformation der Bahnindustrie beschleunigt sich in einem beispiellosen Tempo. Mit zunehmender Konnektivität wächst der dringende Bedarf, Cybersicherheitsrahmen zu verbessern, um Widerstandsfähigkeit gegen sich entwickelnde Bedrohungen zu gewährleisten. Ein kürzlich abgehaltener Branchen-Workshop beleuchtete zentrale Erkenntnisse über den aktuellen Stand der Cybersicherheit in Bahnsystemen sowie die erwarteten regulatorischen Veränderungen, die die Zukunft prägen werden.

Die Sicherheit im Bahnsektor hat sich traditionell auf den Schutz von Menschen und Maschinen konzentriert. Inzwischen ist jedoch die Cybersicherheit zu einem entscheidenden Faktor geworden, um IT-Systeme, Infrastrukturen und sensible Daten zu schützen. Trotz ihrer Relevanz bieten viele bestehende Bahnstandards nur begrenzte Leitlinien zur Cybersicherheit. Wichtige Normen wie EN 50126, EN 50716 und EN 50129 erkennen Sicherheitsbedenken zwar an, liefern jedoch keine konkreten Massnahmen. Die in den 2010er-Jahren entstandene IEC-62443-Serie hat sich zu einem grundlegenden Sicherheitsrahmen entwickelt, jedoch ist ihre vollständige Integration in Bahnsysteme noch in Arbeit.

Eine zentrale Herausforderung der Cybersicherheit ist der menschliche Faktor. Unklar definierte Rollen in Projekten können zu Sicherheitsrisiken führen – beispielsweise durch Software-Updates, die ohne ausreichende Validierung implementiert werden und kritische Systeme beeinträchtigen können. Klare Rollendefinitionen und strukturierte Sicherheitsprozesse sind notwendig, um solche Risiken zu minimieren.

Die Zukunft der Bahnsicherheit wird durch neue Richtlinien und harmonisierte Standards geprägt, die bestehende Sicherheitslücken schliessen sollen. Mehrere regulatorische Entwicklungen werden die Sicherheitsanforderungen im Sektor neu definieren. Die NIS-2-Richtlinie verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen, einschliesslich der Bahnindustrie, zu umfassenden Cybersicherheitsmassnahmen. Auch Unternehmen in der Lieferkette müssen künftig ihre Compliance nachweisen.

Der Cyber Resilience Act (CRA) stellt strenge Sicherheitsanforderungen an Hersteller und Lieferanten digitaler Produkte, darunter Bahntechnologie. Die IEC 63452 wird voraussichtlich zu einem globalen Massstab für Cybersicherheit in Bahnsystemen und kombiniert Elemente aus IEC 62443 und TS 50701, um ein einheitliches Sicherheitsframework zu schaffen. Darüber hinaus zeichnet sich ein Trend zu gemeinsamen Cybersicherheitsdiensten ab – beispielsweise in den Bereichen Authentifizierung, Protokollierung und Netzwerksicherheit, um standardisierte Schutzmassnahmen für kritische Bahnsysteme zu gewährleisten.

Kundennutzen

Bahnbetreiber, Hersteller und Zulieferer müssen sich proaktiv an diese neuen Vorschriften anpassen. Wichtige Empfehlungen umfassen:

  • Identifikation und Inventarisierung aller Assets (insb. SW)
  • Durchführung von Cybersicherheits-Risikobewertungen zur Identifikation von Schwachstellen
  • Festlegung klarer Sicherheitsanforderungen für Lieferanten und Sicherstellung der Compliance in der gesamten Wertschöpfungskette
  • Implementierung von Security-by-Design-Prinzipien in der Entwicklung neuer Produkte
  • Stärkung der Reaktionsfähigkeit auf Sicherheitsvorfälle, um Bedrohungen effektiv zu bewältigen

Durch einen proaktiven Ansatz kann die Branche die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit von Bahnsystemen in einer zunehmend vernetzten Welt gewährleisten.

  

Technische Unterstützung und Dokumentation für die Modernisierung der EMU-Klasse 72

Kunde: Alstom, Schweden

Projektaufgaben

  • Erfassung von Anforderungen
  • Elektrische Systemtechnik
  • Technisches Schreiben

Unsere Umsetzung

PROSE lieferte technische Unterstützung und Dokumentation für die Modernisierung des Elektrotriebwagens der Klasse 72. Ein Ingenieur für elektrische Systeme stellte sicher, dass die wichtigsten Verbesserungen – wie LED-Frontbeleuchtung, USB-Anschlüsse und Innenbeleuchtung – modernen Standards entsprachen. Darüber hinaus wurden zwei technische Redakteure damit beauftragt, die bestehende technische Dokumentation zu aktualisieren, um die Verbesserungen zu berücksichtigen.

Unser Team für elektrische Systeme ging methodisch vor, um sicherzustellen, dass alle Teilsysteme die funktionalen Anforderungen erfüllen und den geltenden Normen und Vorschriften entsprechen. Unser Schwerpunkt lag auf der Überprüfung von Teilsystemen wie LED-Frontleuchten, USB-Kontakten und Fahrgastinformationssystemen (PIS). Wenn wir Lücken zwischen den vorhandenen Komponenten und den geforderten Standards feststellten, empfahlen wir Verbesserungen. Unser gründlicher Ansatz stellte sicher, dass jeder Aspekt des elektrischen Systems für eine moderne betriebliche Effizienz und die Einhaltung der Vorschriften optimiert wurde.

Kundennutzen

Unser Fachwissen ermöglichte einen schnellen Projektstart, wodurch der Kunde wertvolle Lieferzeiten einsparen konnte. ALSTOM schätzte auch die Unterstützung von PROSE in Sicherheits- und Regulierungsfragen, die sicherstellte, dass alle Anforderungen effizient erfüllt wurden.

 

      

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