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Schlagwort: Signaltechnik

Signalling – Our solutions

Illustration eines vernetzten Zugs mit C-DAS und ATO-Trackside-Plattform für automatisierten Bahnbetrieb und Fahrerassistenz.

Co-Projektleitung Fahrerassistenzsystem und streckenseitige Plattform für automatisierten Zugbetrieb

Kunde: Rhätische Bahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Anforderungserfassung
  • Konzeptentwicklung
  • Entwicklung von Drehgestellen und Wagenkästen
  • Systemintegration

Unsere Umsetzung

Die Rhätische Bahn AG (RhB) plant im Rahmen ihrer Automatisierungsstrategie die Einführung einer Smart-Cruise-Control-Funktion (SCC) auf der neuesten Triebzuggeneration. Die SCC-Funktion gibt eine optimierte Geschwindigkeit vor und steuert Beschleunigung sowie Bremsung zwischen zwei Bahnhofshalten. Gemäss SN EN 62267 ist die SCC-Funktion als Automatisierungsgrad 1 (Grade of Automation 1, GoA1) eingestuft, da die Geschwindigkeitsüberwachung nach den Fahrdienstvorschriften (FDV) weiterhin durch das Lokpersonal erfolgt.

Für die SCC-Funktion (SCC) wird eine Trackside-Plattform (xx-TS) vorgesehen. Diese streckenseitige Plattform stellt die benötigten Strecken- und Fahrplandaten bereit. Sie basiert auf bestehenden Spezifikationen wie Automated Train Operation over European Train Control System (ATO over ETCS) gemäss der Technischen Spezifikation für die Interoperabilität im Bereich Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung (TSI CCS) sowie Connected Driver Advisory System (C-DAS). Nach Anmeldung mit der Zugnummer erhält der Zug Journey- und Segment-Profile gemäss SUBSET-126/SFERA. Die Übertragung erfolgt über eine Mobilfunkschnittstelle.

Mit Einführung eines Traffic Management Systems (TMS) wird zusätzlich ein vernetztes Fahrerassistenzsystem (C-DAS) implementiert, das auf Basis optimierter Produktionsvorgaben aus dem TMS energieeffiziente und konfliktfreie Fahrempfehlungen anzeigt.

PROSE war über die Co-Projektleitung im Programm Bahnautomation integriert. Wir haben innerhalb des Projektes ATO-TS/C-DAS ein vierstufiges Vorgehen umgesetzt:

  1. Bestehende Anforderungen und Festlegungen zum betrieblichen Zielbild wurden aufgenommen und mit dem Status quo der Systeme ATO, TMS und C-DAS abgeglichen.
  2. Nach Festlegung von Zielbild und Zielarchitektur wurde eine strukturierte Marktevaluation durchgeführt und Interviews mit verschiedenen Systemanbietern geführt.
  3. Auf Grundlage der Marktevaluation erfolgte eine zweistufige Bewertung der Lösungsvarianten sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für die Beschaffungsstrategie.
  4. Für die Teilsysteme ATO-TS und C-DAS wurden weiterführende Schritte umgesetzt, darunter die Durchführung eines RFI sowie vertiefte Analysen mit ausgewählten Anbietern.

Kundennutzen

Dank unserer früheren Beteiligung am Eisenbahnautomatisierungsprogramm und unserer kombinierten operativen und technischen Expertise konnten wir das Projekt effizient und zielgerichtet strukturieren und vorantreiben.

Auf Basis unserer Marktkenntnisse und projektübergreifenden Erfahrung konnten wir Lösungsszenarien entwickeln, die auf die Betriebsumgebung der RhB zugeschnitten sind. Wir haben strukturierte Diskussionen mit internen Expert:innen und Programmbeteiligten moderiert und so eine transparente Entscheidungsfindung und eine solide Grundlage für die nächste Implementierungsphase geschaffen.

PROSE lieferte eine unabhängige technische Bewertung, methodische Klarheit und Unterstützung bei der Beschaffung und schuf damit die Grundlage für eine klar definierte Architektur und ein reduziertes Implementierungsrisiko.

 

  

 

Illustration eines tpf-Zugs zwischen Planchy und Bulle mit Darstellung automatisierter Rangierbewegungen und digitaler Steuerung.

Machbarkeitsstudie für vollautomatische Rangierfahrten

Kunde: tpf SA, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • BetrieblichesZielbild
  • TechnischeMachbarkeitsbewertung
  • AnalyseBetriebsprozesse
  • Kosten-Nutzen-Analyse

Unsere Umsetzung

Das Meterspur-Rollmaterial der transport publics fribourgeois für die Linie Palézieux – Bulle – Montbovon wird im Depot Planchy in der Industriezone von Bulle instandgehalten. Der Abstand zwischen Bahnhof Bulle und Depot beträgt rund einen Kilometer. Im heutigen Betrieb ist das Personal gezwungen, diese Strecke zu Fuss zurückzulegen.

Im Rahmen des Angebotsausbaus wurde die Infrastruktur rund um Bulle in den letzten Jahren modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die tpf möchte daher im Hinblick auf die notwendige Modernisierung des Instandhaltungszentrums untersuchen, ob mit den bestehenden Fahrzeugen vollautomatische Rangierfahrten unter Automatic Train Operation Grade of Automation 4 (ATO GoA4) im Perimeter Planchy – Bulle technisch machbar sind und welches Kosten-Nutzen-Verhältnis vorliegt.

PROSE unterstützte tpf SA während der gesamten Machbarkeitsstudie in einem strukturierten, mehrstufigen Prozess, an dem operative, technische und administrative Stakeholder beteiligt waren. Zunächst analysierten wir die aktuellen Betriebsprozesse, die Infrastruktur und die regulatorischen Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage entwickelten wir gemeinsam ein Zielbetriebskonzept für das automatisierte Rangieren.

Zur Bewertung möglicher Umsetzungsstrategien führte PROSE eine Risikoanalyse durch und entwickelte mithilfe einer morphologischen Analysemethode mehrere technisch konsistente Lösungsvarianten. Diese Optionen wurden anschliessend in einer transparenten Kosten-Nutzen-Bewertung verglichen, wodurch eine strukturierte Bewertung der technischen Machbarkeit und der betrieblichen Auswirkungen möglich war.

Kundennutzen

Die tpf SA erhielt eine klare und unabhängige Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Wartungsstandorts Planchy.

Dank des effizienten Ansatzes konnten in Zusammenarbeit mit den Experten der tpf schnell erste Ergebnisse erarbeitet und der Geschäftsleitung präsentiert werden. Die technische Machbarkeit, die betrieblichen Auswirkungen und die wirtschaftlichen Effekte wurden auf verständliche und transparente Weise dargestellt.

Mit unserer Expertise im Bahnbetrieb und in der ATO wurden realistische Umsetzungsszenarien entwickelt und effizient mit den internen Stakeholdern abgestimmt. PROSE unterstützte die tpf auch bei ersten Gesprächen mit potenziellen Systemlieferanten und stärkte damit die technische und strategische Position der tpf.

 

  

Planung der ETCS Level 2 Einführung mit koordinierter Betrachtung von Infrastruktur, Betrieb und Fahrzeuglebenszyklen.

Integrierte Rolloutplanung für ETCS Level 2

Kunde: BLS Netz AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Integrierte Rolloutplanung
  • Kostenbewertung
  • Stakeholder-Management
  • Langfristige Planung

Unsere Umsetzung

Im Rahmen der ERTMS-Strategie des Bundesamtes für Verkehr (BAV) entwickelten die Schweizer Infrastrukturbetreiber:innen ein langfristiges Umsetzungskonzept zur netzweiten Einführung der Führerstandsignalisierung auf Basis des European Train Control System (ETCS) Level 2.

PROSE unterstützte die BLS Netz AG bei der Finalisierung der integrierten Rolloutplanung. Dabei brachten wir die unterschiedlichen Anforderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im Fern-, Regional- und Güterverkehr in Bezug auf das Rollmaterial mit den betrieblichen Bedürfnissen der Infrastruktur in Einklang. Gleichzeitig berücksichtigten wir die Lebenszyklen bestehender Anlagen sowie deren Abschreibungseffekte.

Auf dieser Grundlage entwickelten wir eine konsolidierte Bestvariante, die die abschnittsweise Umsetzung und Inbetriebnahme definiert und die daraus resultierenden Investitions- und Abschreibungswirkungen transparent ausweist.

PROSE unterstützte die BLS in der Projektleitung der Abschlussphase des Umsetzungskonzeptes. Auf Basis der selektierten Best-Varianten haben wir:

  • die Planung unter Einbeziehung aller Stakeholder verfeinert
  • die daraus resultierenden Kosten und Abschreibungen quantifiziert
  • und die finale Beschlussvorlage intern und extern mit den anderen Infrastrukturbetreiberinnen abgestimmt.

Das Umsetzungskonzept basierte auf einer integrierten Betrachtung der Lebenszyklen von Rollmaterial und Infrastruktur. Gleichzeitig wurden die unterschiedlichen Nutzenpotenziale von ERTMS systematisch berücksichtigt. Ein zentrales Element war dabei die Sicherstellung einer betrieblich beherrschbaren Migration durch eine koordinierte, zusammenhängende Einführung, mit dem klaren Ziel, fragmentierte ETCS-Insellösungen zu vermeiden.

Kundennutzen

Die BLS Netz AG profitierte von unserem umfassenden Systemverständnis im Planungsdreieck Betrieb – Infrastruktur – Rollmaterial sowie unserer fundierten Expertise im Bereich ERTMS. Durch unsere strukturierte Methodik und unabhängige Beratung entstand eine belastbare, abgestimmte Entscheidungsgrundlage. Das Umsetzungskonzept konnte termingerecht und in enger Zusammenarbeit mit den Fachspezialist:innen sowie der Programmleitung abgeschlossen werden. PROSE stand dabei für technische Klarheit und unabhängige Expertise.

 

  

Projekt Management Remote Monitoring für die Konzeptprüfung SS-149

Kunde: SBB, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Projektplanung
  • Lösungsarchitektur
  • Anforderungsanalyse
  • Beschaffung
  • Überwachung der Installation, Integration und Inbetriebnahme durch den Lieferanten
  • Datenanalyse und Berichterstattung

Unsere Umsetzung

Da die Schweiz zu den ersten Ländern gehörte, in denen ausschliesslich ETCS zum Einsatz kommt, wurde eine Überwachung, gemäss einer nationalen Anforderung (NNTR), schlecht funktionierender Eurobalisen als Anforderung für alle aktiven Flotten eingeführt. Für den TSI-2023 Release musste diese NNTV übertragen und in das Subset 149, Online Monitoring System, überführt werden.

Im Dezember 2022, als der Entwurf der Spezifikation für das Subset – 149, Online Monitoring System vorlag, wurde PROSE vom Bahninfrastrukturbetreiber der Schweizerischen Bundes-bahnen SBB beauftragt, einen Proof of Concept zu entwickeln und durchzuführen. Ziel war es, die Eignung und Vollständigkeit des vorgeschlagenen Protokolls zu bewerten.

PROSE entwickelte eine Systemarchitektur und die zugehörigen Anforderungen für eine Online-Überwachung des MVB-Busses der ETCS-Bordgerät (OBU) von Siemens auf einem neuen Stadler FLIRT-EMU, der der Schweizerischen Südostbahn gehört und von ihr betrieben wird. Railnova wurde als geeigneter Lieferant evaluiert und lieferte die zugehörige Lösung, sowohl bordseitig (Sniffer und Gateway), als auch streckenseitig. PROSE führte das Integrations-Engineering und die Autorisierungsaktivitäten durch.

Nach Inbetriebnahme der Lösung überwachte PROSE die streckenseitige Infrastruktur genau und analysierte die Daten und Rückmeldungen, um den DRAFT Subset-149 zu korrigieren und zu verbessern, was direkt zu seiner aktuellen Ausgereiftheit und Zuverlässigkeit beitrug.

Kundennutzen

Mit der Beauftragung von PROSE profitiert der Kunde von der umfangreichen Erfahrung von PROSE im Bereich der fahrzeugseitigen Signalisierung, ETCS und Online-Überwachung, sowohl streckenseitig als auch fahrzeugseitig. Für ein erfolgreiches Projekt sind unternehmerisches Denken, fundierte technische Kenntnisse, aber auch Marktkenntnisse erforderlich.

Der Kunde muss keine projektspezifischen Managementressourcen aufbauen. Darüber hinaus gewährleistete unsere unabhängige Beratungsrolle eine neutrale Perspektive und sorgte gleichzeitig für die Abstimmung zwischen den verschiedenen am Projekt beteiligten Akteuren.

 

  

Programm Management ATO Branchenprogramm

Kunde: BLS Netz AG, Dr. Florian Kappler, Schweiz

Projektaufgaben

  • Programm-Management
  • Projektplanung
  • Koordination aller ATO-Projekte in der Schweiz
  • Leitung des Marketingteams bei der Entwicklung und Pflege der ATO-Website
  • Vierteljährliche Berichterstattung an den Lenkungsausschuss (Eisenbahnunternehmen, Infrastrukturbetreiber und Industrie)
  • Koordination mit Interessengruppen wie der nationalen Behörde BAV sowie der Industrie
  • Unterstützung spezifischer ATO-Projekte mit technischer, betrieblicher und geschäftlicher Beratung

Unsere Umsetzung

Im Mai 2022 forderte das Bundesamt für Verkehr den Bahnsektor auf, die zukünftigen ATO-Aktivitäten innerhalb des Schweizer Bahnsektors aufeinander abzustimmen und besser zu koordinieren.

PROSE wurde mit dem Programmmanagement für alle Schweizer ATO-Projekte beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit dem ATO-Kernteam hat PROSE einen regelmässigen, monatlichen Austausch etabliert und gemeinsam zentrale Querschnittsthemen identifiziert und entwickelt.

Zudem leitete PROSE auch das Kommunikationsteam und arbeitete mit diesem Team an der Entwicklung und Pflege der ATO-Branchenwebsite (https://voev.ch/ato). Darüber hinaus initiierte PROSE einen ATO-bezogenen Konferenztag, der die Branche einlud und aktiv in die ATO-Entwicklungen einbezog.

Kundennutzen

Mit PROSE als Partner profitiert der Kunde von umfassender Expertise in den Bereichen der fahrzeugseitigen Signalgebung, ETCS und ATO, sowohl strecken- als auch fahrzeugseitig. Für eine erfolgreiche Programmgestaltung im ersten Jahr sind ein unternehmerischer Ansatz, fundiertes technisches Wissen, aber auch Marktkenntnisse unerlässlich.

Der Kunde spart sich den Aufbau eigener projektspezifischer Managementressourcen, da PROSE als unabhängiger Berater die verwandten Interessen aller Projektverantwortlichen koordiniert und neutral zwischen ihnen vermittelt.

 

   

Technische und betriebliche Expertenbewertung für ATO GoA2-Fahrzeugumrüstung

Kunde: Rhätische Bahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Technische und betriebliche Bewertung von ATO-Umsetzungsvarianten auf bestehendem Fahrzeug
  • Experteninterviews mit RhB-Vertretern
  • Unabhängige Beurteilung und Bewertung

Unsere Umsetzung

Im Rahmen der Erarbeitung einer technischen Spezifikation für die Ausrüstung einer bestehenden Fahrzeugflotte mit einem Fahrassistenz­system (FAS) / ATO GoA2 (Automatic Train Operation, halbautomatischer Betrieb) unterstütze PROSE die Rhätischen Bahn AG (RhB) mit einer neutralen Expertise zu technischen Umsetzungsvarianten.

Konkret im Fokus war die umzusetzende Schnittstelle und die Funktionalität der Schnittstelle zwischen FAS und Fahrzeug­leittechnik, sowie die Interaktion des Lokpersonals mit dem FAS, insbesondere die Ak­tivierung des FAS sowie die Umsetzung der Zug-/Bremskraftvorgaben an das Fahrzeug standen im Fokus der unterschiedlichen Umsetzungsvarianten.

Auf Basis der europäischen Spezifikation analog SUBSET-125 und SUBSET-139 sowie den angepassten Spezifikationsentwür­fen und internen Umsetzungsvorschlägen führte PROSE eine neutrale Bewertung der Varianten mit einer zweistufigen Me­thodik durch.

In einem ersten Schritt erfolgte die Befragung ausgewählter VertreterInnen der RhB aus den Bereichen Fahrzeugtechnik und Lokpersonal. Die Befragung diente der Ermittlung der jeweiligen Signifikanz der einzelnen Bewer­tungskriterien für die Auswahl der Varianten.

Im zweiten Schritt erfolgte die Beurteilung der Varianten nach den gewichteten Kriterien durch die PROSE Experten. Die Bewertung wurde auf Basis der technischen Spezifikationen, den Experteninterviews sowie durch die PROSE-Experten durchgeführt.  Dabei wurden ins­besondere die Chancen, Risiken, Zulassungs- und Migra­tionsfä­higkeit sowie die Akzeptanz der Systeme durch das Lok­perso­nal und eine erste qualitative Einschät­zung aus HOF-Sicht (Human-Organisational-Factors) beurteilt.

Kundennutzen

Die RhB profitierte von der neutralen und unabhängigen Ein­schätzung der PROSE-Expert:innen sowie dem methodischen Vorgehen unter Einbezug der relevan­ten internen Vertreter:innen. Durch die PROSE-Expertise konnte zudem eine schnelle und effiziente Abwicklung, sowie die nötige De­tailtiefe, sichergestellt werden.

 

  

Entwicklung Strategie Bahnautomation 2050

Kunde: Rhätische Bahn AG, Switzerland

Projektaufgaben

  • Strategieentwicklung
  • Analyse und Konzeption
  • Stakeholdermanagement & Methodik
  • Projektmanagement inkl. Stakeholder, Kommunikation und Change-Management

Unsere Umsetzung

Investitionen in die Bahntechnik bedürfen aufgrund des langen Lebenszyklus der Technik und des hohen Investitionsvolumens eine nachvollziehbare Fokussierung und einen belegbaren Nutzen. In Zusammenarbeit mit den Fachspezialisten der RhB entwickelte PROSE auf Basis der identifizierten Herausforderungen des Tagesbetriebs ein betriebliches Zielbild sowie betriebliche Use Cases für das Jahr 2050. Auf Basis dieses Zielbildes ist der durch Technologie und Zielsysteme zu schaffende Nutzen klar identifiziert und die Technologiestrategie kann auf die Erfüllung des Zielbildes ausgerichtet werden.

Auf Basis des betrieblichen Zielbildes wurden mit den Experten der RhB anschliessend die IST-Systemarchitektur und die bekannten Lebenszyklen erfasst. Auf Basis der Angaben zur IST-Situation konnte PROSE einen Vorschlag für ZIEL-Systemarchitektur inklusive Migrationsplanung und Umsetzungskonzept erarbeiten.

Mithilfe moderner Methoden und zielgerichteter Workshops haben PROSE und RhB das Projektziel in kürzester Zeit erreicht und dem strategischen Lenkungsausschuss erste Ergebnisse präsentiert.

Kundennutzen

Die RhB profitierte von der Gesamtsystemkenntnis sowie der Fachexpertise der PROSE-Experten im Bereich Bahnbetrieb & Automation. In Kombination mit dem methodischen und analytischen Vorgehen des PROSE-Projektteams konnte die RhB erste Ansätze für die Umsetzung der Strategie bereichsübergreifend erarbeiten und diskutieren. Dies beinhaltet beispielsweise eine Migrationslandkarte mit dem Lebenszyklus von Anlagen und Fahrzeugen zur Identifizierung möglicher Migrationsfenster der Anlagen, die Darstellung der betrieblichen Zielprozesse mit dem Ziel-Automationsgrad sowie mögliche Umsetzungsvarianten auf dem Streckennetz der RhB.

  

Zulassungs- und Anforderungsanalyse für ATO GoA2 über STM/ATB

Kunde: Nederlandse Spoorwegen, Holland

Projektaufgaben

  • Zulassungsmanagement und Strategie
  • Betriebliche Konzepte
  • Automatischer Bahnbetrieb (ATO)
  • Analyse der Anforderungen
  • Roll-Out-Konzept

Unsere Umsetzung

PROSE lieferte eine Analyse möglicher Risiken bei der Zulassung und dem Einsatz von ATO GoA2 über ATB via STM-Modul und analysierte die Anforderungen für ATO aus der TSI CCS und TSI OPE. Durch die Analyse der Projektrisiken in Bezug auf die bestehenden Normen, die Zulassungsprozesse und die Zielarchitektur hat PROSE eine übergreifende Analyse sowie einen Zulassungsansatz erstellt, der die Gesamtsystemebene und die Änderungen an den technischen und betrieblichen Teilsystemen umfasst. Neben einem Zulassungskonzept hat PROSE auch ein Roll-Out-Konzept für ATO GoA2 erstellt, das mögliche Risiken im Zusammenhang mit der Mensch-Maschine-Schnittstelle abfedert.

Kundennutzen

Die NS profitiert von der fundierten Analyse und dem Konzept von PROSE als unabhängige Zweitmeinung und der Adaption von Erfahrungen aus anderen ATO-Projekten. Aufgrund der umfassenden Gesamtsystemkenntnisse konnte PROSE alle relevanten Teilsysteme des Bahnbetriebs und der Technik berücksichtigen und einen auf die NS abgestimmten Ansatz liefern.

Alternative Betriebsformen für die Appenzeller Zahnradbahnen

Kunde: INFRAS, Schweiz

Endkunde: Kanton Appenzell A.Rh. und St. Gallen

Projektaufgaben

  • Ist-Analyse und Screening der verfügbaren Informationen einschließlich Begehung der drei Bahnstrecken
  • Beschreibung des Stands der Technik auf dem Markt
  • Untersuchung von Automatisierungsmöglichkeiten
  • Erstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse
  • Erstellung eines Abschlussberichtes mit Bewertung und Empfehlung für alle drei Bahnstrecken

Unsere Umsetzung

In einem ersten Schritt wurde eine Zustandsanalyse und ein Screening der verfügbaren Informationen einschließlich einer Begehung der drei Bahnstrecken durchgeführt. Anschließend wurde eine Zielsystemarchitektur unter Verwendung des aktuellen Stands der Technik beschrieben. Es wurden verschiedene Automatisierungsmöglichkeiten entwickelt und bewertet. Darüber hinaus wurde eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt. Alle Ergebnisse wurden in einem Abschlussbericht mit Bewertung und Empfehlung für alle drei Bahnen zusammengefasst.

Kundennutzen

Dank der strukturierten Vorgehensweise von PROSE erhielt INFRAS ein fundiertes Ergebnis aus einer breit gefächerten Analyse der technischen Möglichkeiten und wirtschaftlichen Auswirkungen der Automatisierung des Bahnbetriebs der drei Linien. Im Rahmen des Projekts erhielt der Auftraggeber einen Überblick über die Möglichkeiten sowie den aktuellen Stand der Technik zum Thema automatisierter und autonomer Fahrbetrieb. PROSE erarbeitet deshalb eine konkrete Empfehlung und die Grössenordnung der notwendigen Investitionen für die Einführung des automatisierten Bahnbetriebs.

 

Audit eines ERTMS-Systems an Bord

Kunde: Banedanmark (BDK), Dänemark

Projektaufgaben

  • Durchführung des Audits der Projekte an Bord des dänischen Signalisierungsprogramms für die Ausrüstungsreife
  • Bewertung der Vorbereitung auf die Einbauphase der Fahrzeuge in Bezug auf:
    – Planung des Einbaus
    – Entwurf des Einbaus
    – Einbau von Prototypen
    – Genehmigungsverfahren
    – Bewertung der verschiedenen Konstruktionsfragen

Unsere Umsetzung

Das Expertenteam von PROSE führte dieses Audit in weniger als drei Monaten durch; das Audit umfasste den Lieferanten Alstom, vier Eisenbahnbetreiber, die nationale Sicherheitsbehörde (Trafikstyrelsen), G-ISA und Banedanmark.

Kundennutzen

Dank der unabhängigen Empfehlungen von PROSE war unser Kunde in der Lage, die aktuelle technische Leistung zu optimieren und die bekannten Risiken zu reduzieren.

Anforderungserhebung und Erstellung eines Testkonzepts für ein Wahrnehmungssystem

Kunde: Deutsche Bahn AG, DB Cargo AG, Deutschland

Projektaufgaben

  • Ermittlung der Anforderungen aus den Fahrdienstvorschriften
  • Erhebung der Systemanforderungen
  • Entwurf und Abstimmung des Testkonzepts

Unsere Umsetzung

PROSE wurde von DB Cargo beauftragt, einen Anforderungskatalog für das Wahrnehmungssystem zu entwickeln, der dem Anforderungskatalog für ATO GoA2 und GoA4 + Remote Supervision & Control im Güterverkehr entspricht. Dieser Anforderungskatalog dient der Evaluierung eines Technologiepartners für die Entwicklung, Installation, Integration, Inbetriebnahme, Zertifizierung und Prüfung einer solchen Wahrnehmungslösung. Die Tests für den einjährigen Probebetrieb bis 2025 finden auf dem niederländischen Teil der Betuweroute (von Kijfhoek nach Valburg) statt.

Kundennutzen

Mit der Beauftragung von PROSE profitiert der Kunde von der umfangreichen Erfahrung der PROSE in den Bereichen ATO, Sensorik und Architekturen. Dazu sind profunde technische Kenntnisse, aber auch sehr gute Kenntnisse des Marktes, der Technik und des Bahnbetriebes unabdingbar. Dank der strukturierten Vorgehensweise von PROSE wird aus einer breiten Analyse der technischen Möglichkeiten und der betriebswirtschaftlichen Implikationen der Automatisierung ein fundiertes Ergebnis sichergestellt.

 

smartrail 4.0 – Programmmanagement COAT / CCS Fahrzeugausrüstung

Kunde: Branchenprogramm smartrail 4.0, SBB Infrastruktur, Schweiz

Projektaufgaben

  • Führung Teilprogramm COAT /Fahrzeugausrüstung
  • Projektplanung, Projektcon-trolling
  • Staffing und Onboarding von internen und externen Projekt-ressourcen, zusammen mit PMO
  • SR40 Austausch mit anderenProgrammen/Projekten/Individuen Fazilitäten
  • Wöchentliche Abstimmung mitden organisatorischen undtechnischen smartrail 4.0Kernteams
  • Quartalsmässige Abstimmungmit smartrail 4.0 STASS Fahrzeug
  • Abstimmung mit der internati-onalen Kooperation OCORA
  • Abstimmung mit Stakeholdern,u.a. Eisenbahnverkehrsunter-nehmen, Lieferan-ten / Industrie,Behörden national / international BAV / ERA, sowie weitere Stake-holder (CER, S2R, DG Move,RCA,…)

Unsere Umsetzung

PROSE wurde von smartrail 4.0 mit der Programmleitung und dem PMO für das Teilprogramm COAT / Fahrzeugausrüstung beauftragt. Zuerst wurde das Programm in Bezug auf Kosten, Nutzen, Inhalt und Zeitplan definiert und zur Genehmigung vorgelegt. Danach ist das Programmmanagement für die Entwicklung der Programmorganisation und den Aufbau, die Planung und das Management der internationalen Kooperation OCORA mit den Bahngesellschaften NS, SNCF, DB, ÖBB und SBB verantwortlich.

Kundennutzen

Mit der Beauftragung von PROSE profitiert das Branchenprogramm smartrail 4.0 von den umfangreichen Erfahrungen von PROSE in den Bereichen On-Board-Signalling, ETCS und ATO bei der Beschaffung von neuem Rollmaterial sowie bei der Modernisierung von bestehenden Fahrzeugen.

   

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