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Illustration eines vernetzten Zugs mit C-DAS und ATO-Trackside-Plattform für automatisierten Bahnbetrieb und Fahrerassistenz.

Co-Projektleitung Fahrerassistenzsystem und streckenseitige Plattform für automatisierten Zugbetrieb

Kunde: Rhätische Bahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Anforderungserfassung
  • Konzeptentwicklung
  • Entwicklung von Drehgestellen und Wagenkästen
  • Systemintegration

Unsere Umsetzung

Die Rhätische Bahn AG (RhB) plant im Rahmen ihrer Automatisierungsstrategie die Einführung einer Smart-Cruise-Control-Funktion (SCC) auf der neuesten Triebzuggeneration. Die SCC-Funktion gibt eine optimierte Geschwindigkeit vor und steuert Beschleunigung sowie Bremsung zwischen zwei Bahnhofshalten. Gemäss SN EN 62267 ist die SCC-Funktion als Automatisierungsgrad 1 (Grade of Automation 1, GoA1) eingestuft, da die Geschwindigkeitsüberwachung nach den Fahrdienstvorschriften (FDV) weiterhin durch das Lokpersonal erfolgt.

Für die SCC-Funktion (SCC) wird eine Trackside-Plattform (xx-TS) vorgesehen. Diese streckenseitige Plattform stellt die benötigten Strecken- und Fahrplandaten bereit. Sie basiert auf bestehenden Spezifikationen wie Automated Train Operation over European Train Control System (ATO over ETCS) gemäss der Technischen Spezifikation für die Interoperabilität im Bereich Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung (TSI CCS) sowie Connected Driver Advisory System (C-DAS). Nach Anmeldung mit der Zugnummer erhält der Zug Journey- und Segment-Profile gemäss SUBSET-126/SFERA. Die Übertragung erfolgt über eine Mobilfunkschnittstelle.

Mit Einführung eines Traffic Management Systems (TMS) wird zusätzlich ein vernetztes Fahrerassistenzsystem (C-DAS) implementiert, das auf Basis optimierter Produktionsvorgaben aus dem TMS energieeffiziente und konfliktfreie Fahrempfehlungen anzeigt.

PROSE war über die Co-Projektleitung im Programm Bahnautomation integriert. Wir haben innerhalb des Projektes ATO-TS/C-DAS ein vierstufiges Vorgehen umgesetzt:

  1. Bestehende Anforderungen und Festlegungen zum betrieblichen Zielbild wurden aufgenommen und mit dem Status quo der Systeme ATO, TMS und C-DAS abgeglichen.
  2. Nach Festlegung von Zielbild und Zielarchitektur wurde eine strukturierte Marktevaluation durchgeführt und Interviews mit verschiedenen Systemanbietern geführt.
  3. Auf Grundlage der Marktevaluation erfolgte eine zweistufige Bewertung der Lösungsvarianten sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für die Beschaffungsstrategie.
  4. Für die Teilsysteme ATO-TS und C-DAS wurden weiterführende Schritte umgesetzt, darunter die Durchführung eines RFI sowie vertiefte Analysen mit ausgewählten Anbietern.

Kundennutzen

Dank unserer früheren Beteiligung am Eisenbahnautomatisierungsprogramm und unserer kombinierten operativen und technischen Expertise konnten wir das Projekt effizient und zielgerichtet strukturieren und vorantreiben.

Auf Basis unserer Marktkenntnisse und projektübergreifenden Erfahrung konnten wir Lösungsszenarien entwickeln, die auf die Betriebsumgebung der RhB zugeschnitten sind. Wir haben strukturierte Diskussionen mit internen Expert:innen und Programmbeteiligten moderiert und so eine transparente Entscheidungsfindung und eine solide Grundlage für die nächste Implementierungsphase geschaffen.

PROSE lieferte eine unabhängige technische Bewertung, methodische Klarheit und Unterstützung bei der Beschaffung und schuf damit die Grundlage für eine klar definierte Architektur und ein reduziertes Implementierungsrisiko.

 

  

 

Illustration eines tpf-Zugs zwischen Planchy und Bulle mit Darstellung automatisierter Rangierbewegungen und digitaler Steuerung.

Machbarkeitsstudie für vollautomatische Rangierfahrten

Kunde: tpf SA, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • BetrieblichesZielbild
  • TechnischeMachbarkeitsbewertung
  • AnalyseBetriebsprozesse
  • Kosten-Nutzen-Analyse

Unsere Umsetzung

Das Meterspur-Rollmaterial der transport publics fribourgeois für die Linie Palézieux – Bulle – Montbovon wird im Depot Planchy in der Industriezone von Bulle instandgehalten. Der Abstand zwischen Bahnhof Bulle und Depot beträgt rund einen Kilometer. Im heutigen Betrieb ist das Personal gezwungen, diese Strecke zu Fuss zurückzulegen.

Im Rahmen des Angebotsausbaus wurde die Infrastruktur rund um Bulle in den letzten Jahren modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die tpf möchte daher im Hinblick auf die notwendige Modernisierung des Instandhaltungszentrums untersuchen, ob mit den bestehenden Fahrzeugen vollautomatische Rangierfahrten unter Automatic Train Operation Grade of Automation 4 (ATO GoA4) im Perimeter Planchy – Bulle technisch machbar sind und welches Kosten-Nutzen-Verhältnis vorliegt.

PROSE unterstützte tpf SA während der gesamten Machbarkeitsstudie in einem strukturierten, mehrstufigen Prozess, an dem operative, technische und administrative Stakeholder beteiligt waren. Zunächst analysierten wir die aktuellen Betriebsprozesse, die Infrastruktur und die regulatorischen Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage entwickelten wir gemeinsam ein Zielbetriebskonzept für das automatisierte Rangieren.

Zur Bewertung möglicher Umsetzungsstrategien führte PROSE eine Risikoanalyse durch und entwickelte mithilfe einer morphologischen Analysemethode mehrere technisch konsistente Lösungsvarianten. Diese Optionen wurden anschliessend in einer transparenten Kosten-Nutzen-Bewertung verglichen, wodurch eine strukturierte Bewertung der technischen Machbarkeit und der betrieblichen Auswirkungen möglich war.

Kundennutzen

Die tpf SA erhielt eine klare und unabhängige Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Wartungsstandorts Planchy.

Dank des effizienten Ansatzes konnten in Zusammenarbeit mit den Experten der tpf schnell erste Ergebnisse erarbeitet und der Geschäftsleitung präsentiert werden. Die technische Machbarkeit, die betrieblichen Auswirkungen und die wirtschaftlichen Effekte wurden auf verständliche und transparente Weise dargestellt.

Mit unserer Expertise im Bahnbetrieb und in der ATO wurden realistische Umsetzungsszenarien entwickelt und effizient mit den internen Stakeholdern abgestimmt. PROSE unterstützte die tpf auch bei ersten Gesprächen mit potenziellen Systemlieferanten und stärkte damit die technische und strategische Position der tpf.

 

  

Planung der ETCS Level 2 Einführung mit koordinierter Betrachtung von Infrastruktur, Betrieb und Fahrzeuglebenszyklen.

Integrierte Rolloutplanung für ETCS Level 2

Kunde: BLS Netz AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Integrierte Rolloutplanung
  • Kostenbewertung
  • Stakeholder-Management
  • Langfristige Planung

Unsere Umsetzung

Im Rahmen der ERTMS-Strategie des Bundesamtes für Verkehr (BAV) entwickelten die Schweizer Infrastrukturbetreiber:innen ein langfristiges Umsetzungskonzept zur netzweiten Einführung der Führerstandsignalisierung auf Basis des European Train Control System (ETCS) Level 2.

PROSE unterstützte die BLS Netz AG bei der Finalisierung der integrierten Rolloutplanung. Dabei brachten wir die unterschiedlichen Anforderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im Fern-, Regional- und Güterverkehr in Bezug auf das Rollmaterial mit den betrieblichen Bedürfnissen der Infrastruktur in Einklang. Gleichzeitig berücksichtigten wir die Lebenszyklen bestehender Anlagen sowie deren Abschreibungseffekte.

Auf dieser Grundlage entwickelten wir eine konsolidierte Bestvariante, die die abschnittsweise Umsetzung und Inbetriebnahme definiert und die daraus resultierenden Investitions- und Abschreibungswirkungen transparent ausweist.

PROSE unterstützte die BLS in der Projektleitung der Abschlussphase des Umsetzungskonzeptes. Auf Basis der selektierten Best-Varianten haben wir:

  • die Planung unter Einbeziehung aller Stakeholder verfeinert
  • die daraus resultierenden Kosten und Abschreibungen quantifiziert
  • und die finale Beschlussvorlage intern und extern mit den anderen Infrastrukturbetreiberinnen abgestimmt.

Das Umsetzungskonzept basierte auf einer integrierten Betrachtung der Lebenszyklen von Rollmaterial und Infrastruktur. Gleichzeitig wurden die unterschiedlichen Nutzenpotenziale von ERTMS systematisch berücksichtigt. Ein zentrales Element war dabei die Sicherstellung einer betrieblich beherrschbaren Migration durch eine koordinierte, zusammenhängende Einführung, mit dem klaren Ziel, fragmentierte ETCS-Insellösungen zu vermeiden.

Kundennutzen

Die BLS Netz AG profitierte von unserem umfassenden Systemverständnis im Planungsdreieck Betrieb – Infrastruktur – Rollmaterial sowie unserer fundierten Expertise im Bereich ERTMS. Durch unsere strukturierte Methodik und unabhängige Beratung entstand eine belastbare, abgestimmte Entscheidungsgrundlage. Das Umsetzungskonzept konnte termingerecht und in enger Zusammenarbeit mit den Fachspezialist:innen sowie der Programmleitung abgeschlossen werden. PROSE stand dabei für technische Klarheit und unabhängige Expertise.

 

  

Schwarze SJ Rc6-Elektrolokomotive an einem schwedischen Bahnhof, mit Stromabnehmer und Hochspannungsausrüstung auf dem Dach.

Bewertung der Kompatibilität von Lokomotiven bei erhöhter Oberleitungsspannung

Kunde: SJ AB, Schweden
Endkunde: Trafikverket, Schweden

Projektaufgaben

  • Technische Untersuchung
  • Recherche von Dokumentationen
  • Identifizierung möglicher Änderungen an Hochspannungskreisen von Lokomotiven
  • Kostenvoranschlag für die Änderungen
  • Integration der Änderungen in das tatsächliche System

Unsere Umsetzung

PROSE begann mit einer strukturierten Überprüfung des Hochspannungssystems Rc6, wobei die Konstruktions-unterlagen, Komponentenspezifikationen und historischen Änderungsaufzeichnungen analysiert wurden, um die aktuelle technische Basis des Fahrzeugs zu ermitteln. Auf der Grundlage dieser Analyse bewerteten wir die Auswirkungen der erhöhten maximalen Spannung auf die Isolationskoordination, die Spannungsreserven der Komponenten und die Schutzsysteme. Wo erforderlich, entwickelten wir alternative technische Lösungen, um die Einhaltung der neuen Betriebsbedingungen sicherzustellen. Jede Option wurde sowohl aus technischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht bewertet, einschliesslich Machbarkeit, Umsetzungsaufwand, betriebliche Auswirkungen und damit verbundene Risiken. Die Arbeiten wurden in engem Dialog mit SJ als Betreiber und Trafikverket als Infrastrukturbesitzer durchgeführt, um Transparenz und Abstimmung während des gesamten Projekts zu gewährleisten.

Kundennutzen

Der Kunde erhielt eine transparente und technisch fundierte Entscheidungsgrundlage für den Betrieb der Rc6-Flotte unter erhöhter Oberleitungsspannung. Unsere unabhängige Bewertung klärte Spannungsreserven, Komponenten-beschränkungen und Schutzanforderungen und schuf so vollständige Transparenz hinsichtlich technischer Risiken und Änderungsbedarf.

Durch den systematischen Vergleich von Modernisierungsszenarien, einschliesslich der Auswirkungen auf Kosten und Umsetzung, ermöglichten wir SJ und Trafikverket, Massnahmen auf der Grundlage von Sicherheit, Betriebssicherheit und langfristigem Investitionsschutz zu priorisieren. Dank der fundierten Kenntnisse von PROSE über schwedische Schienenfahrzeuge und Infrastruktur-Schnittstellen konnten die Betreiber eine technisch robuste und zukunftssichere Lösung sicherstellen, die den aktuellen Netzstandards entspricht.

 

           

Untersuchung der europäischen EMU-Bremssysteme

Kunde: führender internationaler Hersteller von Bremsanlagen

Projektaufgaben

  • Projektleitung
  • Erfassung von Anforderungen
  • Konzeptentwicklung
  • Systemintegration

Unsere Umsetzung

Ziel des Projekts war es, einen führenden internationalen Hersteller von Bremsanlagen dabei zu unterstützen, sich in der komplexen Landschaft der europäischen Vorschriften für Bremssysteme, allgemeinen Konstruktionsprinzipien und Anforderungen für die Zertifizierung von Bremsen zurechtzufinden. Die grösste Herausforderung bestand darin, dem Hersteller ein einheitliches und klares Verständnis dieser Vorschriften zu vermitteln, um die Entwicklung und Zertifizierung seiner Bremssysteme für den europäischen Markt zu erleichtern. Diese Unterstützung war entscheidend, um die Einhaltung der strengen europäischen Sicherheitsnormen zu gewährleisten und den Wettbewerbsvorteil des Herstellers auf dem internationalen Markt zu verbessern.

Auf der Grundlage von öffentlich zugänglichen Informationen und eigenen Erfahrungen erstellte PROSE einen umfassenden Untersuchungsbericht mit folgenden Hauptkapiteln:

  • Europäische und amerikanische Konstruktionsphilosophie und Sicherheitsgrundsätze für Notbremsungen bei EMUs
  • Bremsleistung der aktuellen EMU-Zugkonstruktionen in Europa
  • Redundanz der Notbremsbefehle und -funktionen
  • Notbremsung gemäss EN 16185-1 und EN 15734-1
  • Anforderungen an Bremssysteme für EMUs gemäss den europäischen TSI-Vorschriften
  • Steuersignal für das Bremssystem gemäss EN 15611:2020

Kundennutzen

Als Ergebnis dieses Projekts erhielt der Kunde von PROSE ein tiefgreifendes und detailliertes Verständnis der allgemeinen Anforderungen und bewährten Praktiken im Zusammenhang mit der Konstruktion europäischer EMU-Bremsen. Dieser umfassende Einblick ermöglichte es dem Hersteller, seine Produkte an die europäischen Normen anzupassen und so die Zertifizierungsanforderungen besser zu erfüllen. Darüber hinaus diente der detaillierte Untersuchungsbericht als wertvolle Referenz für die Konstruktions- und Designteams des Kunden und erleichterte eine fundierte Entscheidungsfindung und Innovation bei der Konstruktion von Bremssystemen. Insgesamt hat das Projekt die Fähigkeit des Kunden, konforme, zuverlässige und wettbewerbsfähige Bremssysteme für den europäischen Eisenbahnmarkt herzustellen, erheblich verbessert.

 

      

X61-X62 Letzte technische Probleme bei Lieferprojekten und Abweichungsmanagement

Kunde: AB Transitio, Schweden

Projektaufgaben

  • Lösung von technischen Problemen
  • Verwaltung der X61-X62-Dokumentation
  • Unterstützung der Rolling Stock Managers
  • Bearbeitung von Regina-, Itino, X61-X62- und X11-14-Abweichungen
  • Koordinierung mit Interessengruppen

Unsere Umsetzung

Nachdem AB Transitio drei wichtige Projekte – X61 Västtrafik, X61 Östgötatrafiken und X62 Norrtåg – erfolgreich abgeschlossen hat, ist PROSE mit der Bearbeitung und Lösung aller verbleibenden technischen und dokumentarischen Fragen, Probleme und Fragen betraut. Darüber hinaus sind wir für die Verwaltung aller Abweichungen in den sechs Fahrzeugflotten von AB Transitio, einschliesslich Regina, X11-14, Itino, Coradia X61-X62, OUT und Dosto ER1, verantwortlich und stellen sicher, dass jede Abweichung in Übereinstimmung mit den etablierten Routinen und Richtlinien von AB Transitio bearbeitet wird.

Unser Ansatz besteht darin, dem Kunden umfassende Lösungen anzubieten, um alle verbleibenden technischen und dokumentarischen Probleme für die drei abgeschlossenen Projekte X61 Västtrafik, X61 Östgötatrafiken und X62 Norrtåg bis zum 31. Dezember 2024 zu lösen. Darüber hinaus verpflichten wir uns, das Abweichungsmanagementverfahren von AB Transitio zu unterstützen und zu verbessern, um sicherzustellen, dass alle Abweichungen ordnungsgemäss behandelt und umgesetzt werden. Wir werden auch sicherstellen, dass alle Änderungsanträge, die sich aus diesen Abweichungen ergeben, mit den erforderlichen Informationen und Unterlagen versehen werden.

Kundennutzen

AB Transitio hatte die Möglichkeit, von den umfangreichen Kenntnissen und Erfahrungen von PROSE zu profitieren. Dank dieses Ansatzes wird der Kunde in der Lage sein, alle drei Projekte – X61 Västtrafik, X61 Östgötatrafiken und X62 Norrtåg – bis Ende 2024 vollständig abzuschliessen und damit eine Projektfertigstellung von 100 % zu erreichen. Darüber hinaus werden sie von einem kontinuierlichen, qualitätsgesteuerten Prozess profitieren, der alle Abweichungen effektiv verwaltet und eine konsistente und zuverlässige Behandlung aller auftretenden Probleme gewährleistet.

 

Zulassungsmanagement

Kunde: verschiedene Kunden

Projektaufgaben

  • Durchführung der Anforderungserfassung und Vorbereitung der Sicherheitsbewertung einschliesslich Risikoanalyse
  • Erstellung und Verwaltung von Nachweisdokumenten
  • Zusammenarbeit und Koordination von NoBo, DeBo und AsBo
  • Unterstützung bei der Erstellung verschiedener Erklärungen und dem Umgang mit Online-Registern wie ERATV oder ERADIS
  • Management der Änderungsmeldung an die ERA oder nationale Sicherheitsbehörden wie EBA für nicht genehmigungspflichtige Änderungen
  • Verwaltung von Genehmigungsanträgen über den One Stop Shop bei der ERA für genehmigungspflichtige Änderungen
  • Koordinierung mit der ERA und den nationalen Sicherheitsbehörde

Unsere Umsetzung

Betreiber oder Leasinggesellschaften von Fahrzeugen nehmen aus ganz unterschiedlichen Gründen Änderungen an ihren Fahrzeugen vor, z.B. aus Obsoleszenzgründen oder um dem Fahrgast durch eine Anpassung des Innenraumes sowie zusätzliche Features wie Steckdosen oder WLAN ein besseres Angebot machen zu können. Neben der Erbringung von Engineering-Leistungen unterstützt PROSE solche Projekte auch durch die Übernahme des gesamten Zulassungsmanagement inkl. der Kommunikation mit allen beteiligten Stellen und Behörden.

Das geltende Genehmigungsverfahren gewährleistet einen sicheren Schienenverkehr und die bestmögliche Interoperabilität in der gesamten EU. Es stellt jedoch eine grosse Herausforderung für Betreiber, Halter und Eigentümer dar, wenn sie Änderungen am Rollmaterial vornehmen.

Bei PROSE wissen wir, dass jedes Schienenfahrzeug einzigartig ist. Unser Expertenteam entwickelt Fahrzeugzulassungsstrategien, die den spezifischen Herausforderungen der Produkte und Bedürfnisse unserer Kunden gerecht werden. Von der Anforderungserfassung bis zum One-Stop-Shop – unsere Expert:innen verfügen über das nötige Wissen, um Sie durch den Prozess zu führen. Ganz gleich, ob Sie nur Unterstützung bei einer einzelnen Aufgabe benötigen oder nach einer Komplettlösung suchen, wir können Ihnen Lösungen anbieten, die Ihren speziellen Anforderungen gerecht werden.

Kundennutzen

Modernisierungen und Nachrüstungen garantieren erhöhte Zuverlässigkeit, besseren Fahrgastkomfort und eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten durch die Integration neuer Systeme. Während sich Betreiber und Werkstätten auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren können, übernimmt PROSE den gesamten „Papierkram“ vom Engineering über die Erstellung von Nachweisdokumenten bis hin zur Begutachtungs- und Genehmigungsphase bei den zu beteiligenden Stellen und Behörden. Durch unser breites Dienstleistungsportfolio helfen wir, Schnittstellen und Aufwand zu reduzieren, da alle Leistungen aufeinander abgestimmt sind und aus einer Hand kommen.

PROSE stellt sicher, dass die Schienenfahrzeuge unserer Kunden den neuesten Normen und Vorschriften entsprechen. Von der Dokumentenerstellung bis zur Einreichung sorgen wir dafür, dass Hürden bei der Fahrzeugzulassung Ihren Erfolg nicht ausbremsen.

 

      

Zulassungsmanagement – Austausch von Funkgeräten

Kunde: verschiedene Kunden

Projektaufgaben

  • Integration des neuen Funkgeräts
  • Implementierung zusätzlicher länderspezifischer Ausrüstungfür den Betrieb ausserhalb Deutschlands
  • Anforderungserfassung und Sicherheitsbewertung
  • Erstellung und Strukturierung der Nachweisdokumentation
  • Verwaltung der verschiedenen Stellen (NoBos, DeBos, AsBos)
  • Unterstützung bei den verschiedenen zu erstellenden Erklärungen
  • Unterstützung bei ERADIS und ERATV
  • Management des Antrags bei den beteiligten Behörden (ERA und NSAs)

Unsere Umsetzung

Die DB InfraGO als grösstes Eisenbahninfrastrukturunternehmen Deutschlands möchte auf vielen Strecken den analogen Zugfunk abschalten, dadurch sind Fahrzeugbetreiber in der Pflicht, ihre Fahrzeuge mit dem digitalem Zugfunk GSM-R nachzurüsten, sofern diese noch über keine entsprechende Ausstattung verfügen.

Viele Fahrzeugbetreiber stehen dadurch erstmalig seit Einführung des 4. Eisenbahnpaketes vor der Aufgabe, eine genehmigungspflichtige Änderung an ihren Fahrzeugen durchzuführen. Vor allem viele kleine oder mittlere im Regionalverkehr tätige Unternehmen haben nicht die Kapazität, sich mit den komplexen Genehmigungsprozessen auseinander­zusetzen und sind auf externe Unterstützung angewiesen.

PROSE geht individuell auf die Bedürfnisse der Fahrzeug­betreiber ein und unterstützt in der gesamten Kette von der Spezifikation des benötigten Funkgerätes bis hin zum Erhalt der neuen Genehmigung in genau den Punkten, in denen seitens des Fahrzeugbetreibers Bedarf besteht.

PROSE ermittelt bei jeder Kundenanfrage den individuellen Projektbedarf. Vorleistungen des Kunden sowie gewünschte Eigenleistungen werden berücksichtigt und klare Schnittstellen geschaffen, so dass die Projektdurchführung Hand in Hand abläuft. Die Flexibilität, auf kurzfristige Kundenwünsche bzgl. einer Vergrösserung oder Verkleinerung des Projektumfangs einzugehen, sind für uns eine Selbstverständlichkeit.

Kundennutzen

Durch die Vielzahl an Projekten in dem Bereich bestehen sehr gute Kontakte zu Bewertungsstellen und Genehmigungs­behörden, was unkomplizierte Abstimmungen auch schon vor Projektbeginn ermöglicht. Häufig gehören Regionalverkehrs­betreiber zu einer Firmengruppe, die PROSE strategisch beraten kann, um unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Aspekten, wie der Auswahl des Vorschlagenden, der Änderungsverwal­tungs­stelle und der Werkstätten den Gesamtprojektaufwand, welcher durch Bewertungen und Audits etc. entsteht, möglichst gering zu halten und um Synergien zu nutzen, die sich z.B. beim Betrieb gleicher Baureihen innerhalb einer Firmengruppe ergeben.

Die Betreiber können sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren und müssen nicht einmal während der Bearbeitung des Ge­nehmi­gungs­antrages an den Abstimmungsrunden mit der Genehmi­gungs­behörde teilnehmen, da PROSE dies auf Wunsch unter Nutzung einer Vollmacht für die Betreiber übernimmt.

 

Technische und betriebliche Expertenbewertung für ATO GoA2-Fahrzeugumrüstung

Kunde: Rhätische Bahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Technische und betriebliche Bewertung von ATO-Umsetzungsvarianten auf bestehendem Fahrzeug
  • Experteninterviews mit RhB-Vertretern
  • Unabhängige Beurteilung und Bewertung

Unsere Umsetzung

Im Rahmen der Erarbeitung einer technischen Spezifikation für die Ausrüstung einer bestehenden Fahrzeugflotte mit einem Fahrassistenz­system (FAS) / ATO GoA2 (Automatic Train Operation, halbautomatischer Betrieb) unterstütze PROSE die Rhätischen Bahn AG (RhB) mit einer neutralen Expertise zu technischen Umsetzungsvarianten.

Konkret im Fokus war die umzusetzende Schnittstelle und die Funktionalität der Schnittstelle zwischen FAS und Fahrzeug­leittechnik, sowie die Interaktion des Lokpersonals mit dem FAS, insbesondere die Ak­tivierung des FAS sowie die Umsetzung der Zug-/Bremskraftvorgaben an das Fahrzeug standen im Fokus der unterschiedlichen Umsetzungsvarianten.

Auf Basis der europäischen Spezifikation analog SUBSET-125 und SUBSET-139 sowie den angepassten Spezifikationsentwür­fen und internen Umsetzungsvorschlägen führte PROSE eine neutrale Bewertung der Varianten mit einer zweistufigen Me­thodik durch.

In einem ersten Schritt erfolgte die Befragung ausgewählter VertreterInnen der RhB aus den Bereichen Fahrzeugtechnik und Lokpersonal. Die Befragung diente der Ermittlung der jeweiligen Signifikanz der einzelnen Bewer­tungskriterien für die Auswahl der Varianten.

Im zweiten Schritt erfolgte die Beurteilung der Varianten nach den gewichteten Kriterien durch die PROSE Experten. Die Bewertung wurde auf Basis der technischen Spezifikationen, den Experteninterviews sowie durch die PROSE-Experten durchgeführt.  Dabei wurden ins­besondere die Chancen, Risiken, Zulassungs- und Migra­tionsfä­higkeit sowie die Akzeptanz der Systeme durch das Lok­perso­nal und eine erste qualitative Einschät­zung aus HOF-Sicht (Human-Organisational-Factors) beurteilt.

Kundennutzen

Die RhB profitierte von der neutralen und unabhängigen Ein­schätzung der PROSE-Expert:innen sowie dem methodischen Vorgehen unter Einbezug der relevan­ten internen Vertreter:innen. Durch die PROSE-Expertise konnte zudem eine schnelle und effiziente Abwicklung, sowie die nötige De­tailtiefe, sichergestellt werden.

 

  

Variantenerarbeitung Weiterentwicklung Werkstattstandort Vevey der MOB

Kunde: Compagnie du Chemin de Fer Montreux Oberland bernois, Schweiz

Projektaufgaben

  • Analyse und Dokumentation aktuelle Situation
  • High-level Anforderungsdefinition
  • Variantenerarbeitung

Unsere Umsetzung

Die MOB betreibt die rund 10 Kilometer lange Linie Vevey – Les Pléiades mit Adhäsions- und Zahnradabschnitten. Die leichte Instandhaltung der Fahrzeuge, welche auf dieser Linie verkehren, geschieht in Vevey. Da die Werkstattinfrastruktur in Vevey für die schwere Instandhaltung nicht ausreicht, werden die Fahrzeuge dazu jeweils in andere Werkstätten überführt. Die Anlage in Vevey wird aufgrund der geringen Anzahl Fahrzeuge nur rund eine Woche pro Monat genutzt.

Um die Instandhaltungskosten der betroffenen Fahrzeuge zu reduzieren, möchte die MOB den Standort Vevey so ausrüsten, dass auch die schwere Instandhaltung vor Ort durchgeführt werden kann. PROSE wurde beauftragt zu prüfen, wie der Standort Vevey weiterentwickelt werden kann, um diesen Anforderungen zu entsprechen.

PROSE hat die Instandhaltungsinfrastruktur am Standort dokumentiert. Anschliessend wurden die Produktionsprozesse analysiert, um zu bestimmen, über welche Infrastrukturen der Standort verfügen muss, um den zukünftigen Anforderungen einer zentralisierten Instandhaltung gerecht zu werden. Abschliessend wurden Varianten erarbeitet, wie der Standort weiterentwickelt werden kann.

Kundennutzen

Die MOB erhielt einen umfassenden Variantenfächer, der die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen am Standort und auf der Linie Les Pléiades berücksichtigt. Die Varianten sind nach Anforderungserfüllung und Risiken bewertet. Abschliessend ist das weitere Vorgehen aufgezeigt und eine konkrete Empfehlung für die nächsten Schritte formuliert.

Untersuchung eines aktualisierten Produktionsprozesses der Drehgestellrevision der SBB in Basel

Kunde: SBB, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projekt- und Stakeholdermanagement
  • Prozessanalyse und Dokumentation
  • Identifikation und Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen

Unsere Umsetzung

Durch das bestehende Know-how von PROSE im Bereich der Instandhaltungsanlagen, Bahnproduktion und Betrieb konnten die PROSE-Expert:innen die Erstellung des Produktionskonzeptes in Absprache mit dem verantwortlichen Standortleiter schnell vorantreiben. Als erster Schritt wurde der bestehende Produktionsprozess vor Ort aufgenommen und der Zielprozess für eine effiziente Abwicklung der Produktionsmenge (technische Überprüfung, Radsatzbearbeitung) definiert. Auftretende Problematiken durch die notwendige Veränderung im Zuführungsprozess wurden von den PROSE-Experten in Absprache mit den internen Stellen analysiert und Lösungsvorschläge bearbeitet. Abschliessend wurden die gesamten Prozesse, Anlagen und Produktionsmittel des Standorts dokumentiert.

Kundennutzen

Durch das bereits vorhandene Wissen der PROSE-Expert:innen profitierte die SBB von einer raschen Umsetzung des Produktionskonzeptes und einer fokussierten lösungsorientierten Bearbeitung der identifizierten Problemfelder.

 

Brandschutzbewertung und -beratung

Projektaufgaben

  • Beratung
  • Entwicklung und Erstellung von Brandschutzkonzepten
  • Analysen der Brandschutzanfoderungen
  • Erstellung von erforderlichen Brandschutzprüfberichten
  • Kommunikation mit Behörden, Herstellern und Prüflaboren
  • Integration von Brandsicherheitssystemen
  • Erstellung von brandschutzrelevanten Zulassungsdokumenten

Unsere Umsetzung

PROSE analysiert die gegebene Situation und entwickelt Lösun­gen, die den geltenden Brandschutzanforderungen entsprechen. Zu diesem Zweck berät PROSE den Kunden und zeigt verschie­dene Lösungen auf, um einen effizienten Weg für den geforder­ten Brandschutz für Schienenfahrzeuge nach EN 45545 zu fin­den. Unsere Experten berechnen konstruktionsbegleitend die Brandlast der Fahrzeuge und schlagen Massnahmen zu deren Re­duktion vor.

Kundennutzen

Der Kunde profitiert von der langjährigen Erfahrung auf dem Ge­biet des Brandschutzes für alle Arten von Schienenfahrzeugen nach EN 45545. Dazu gehört nicht nur die Beratung, sondern auch die Erstellung von Konzepten, die Erstellung der erforder­lichen Brandschutznachweise, der Kontakt zu Herstellern von brandschutzkonformen Komponenten und die Kommunikation mit Zulassungsbehörden. Ziel ist es, brand­schutz­taug­liche Fanrzeuge in den Verkehr zu bringen.

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