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AI-based tram rail lubrication system showing data acquisition from acoustics and GPS, fleet swarm intelligence, and predictive lubrication decisions.

Geräusch- und Verschleissreduzierung für Strassenbahnen mit KI-basierter Schienenkopfkonditionierung

Kunde: BERNMOBIL, Schweiz

Projektaufgaben:

  • Projektmanagement
  • Konzeptentwicklung
  • Systemintegration
  • Datenanalyse

Unsere Umsetzung

Der Betrieb eines Schienenfahrzeugs verursacht Lärm und Verschleiss an Rädern und Schienen. Diese Probleme lassen sich durch Konditionierung der Kontaktstelle zwischen Rad und Schiene verringern. Eine zu starke Konditionierung kann jedoch ein Sicherheitsrisiko darstellen, da sie die Traktionskräfte verringert und beispielsweise den Bremsweg verlängert oder zu Umweltverschmutzung führt.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir, im Rahmen eines vom Bundesamt für Verkehr (BAV) unterstützen Forschungsprojekts, ein System entwickelt, das es ermöglicht, den Schienenkopf nach Bedarf zu konditionieren. Mit Hilfe von am Fahrzeug installierten Sensoren werden Statusparameter gemessen und einer auf dem Fahrzeug installierten KI zugeführt. Das Machine-Learning-Modell analysiert die Daten und ermittelt den Bedarf an Konditionierung und synchronisiert diesen mit anderen Fahrzeugen, die auf dem Streckennetz verkehren. Basierend auf diesen Informationen entscheidet jedes Fahrzeug für sich selbst, an welcher Stelle im Streckennetz die Konditionierung durch das bordeigene Schmiersystem eingeleitet werden muss.

Kundennutzen

Neben der vollautomatischen Konditionierung hat der Kunde Zugriff auf ein umfassendes Fahrzeug- und Infrastrukturmonitoring, mit der Lärmquellen frühzeitig lokalisiert werden können, sofern sie nicht bereits vollständig vom System beseitigt wurden. Da die relevanten Einflussgrössen durch das maschinelle Lernmodell bekannt sind, können die meisten Lärmquellen bereits vorausschauend erkannt und gänzlich vermieden werden.

Die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen schafft eine Art flottenweite Intelligenz, die eine vollständige Abdeckung der Flotte und des gesamten Streckennetzes ermöglicht, ohne dass jedes einzelne Fahrzeug mit teurer Messtechnik ausgestattet werden muss. Dank des installierten Messsystems können neben dem Lärm auch andere Bedingungen überwacht werden, wie z. B. der Fahrkomfort, der Verschleiss zwischen Rad und Schiene sowie die Infrastruktur.

Der Kunde profitiert von unserem tiefgreifenden Verständnis der Rad-Schiene-Interaktion und des Verhaltens von Strassenbahnsystemen sowie von unserem praktischen technischen Engagement während der gesamten Entwicklung.

 

   

Illustration eines vernetzten Zugs mit C-DAS und ATO-Trackside-Plattform für automatisierten Bahnbetrieb und Fahrerassistenz.

Co-Projektleitung Fahrerassistenzsystem und streckenseitige Plattform für automatisierten Zugbetrieb

Kunde: Rhätische Bahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Anforderungserfassung
  • Konzeptentwicklung
  • Entwicklung von Drehgestellen und Wagenkästen
  • Systemintegration

Unsere Umsetzung

Die Rhätische Bahn AG (RhB) plant im Rahmen ihrer Automatisierungsstrategie die Einführung einer Smart-Cruise-Control-Funktion (SCC) auf der neuesten Triebzuggeneration. Die SCC-Funktion gibt eine optimierte Geschwindigkeit vor und steuert Beschleunigung sowie Bremsung zwischen zwei Bahnhofshalten. Gemäss SN EN 62267 ist die SCC-Funktion als Automatisierungsgrad 1 (Grade of Automation 1, GoA1) eingestuft, da die Geschwindigkeitsüberwachung nach den Fahrdienstvorschriften (FDV) weiterhin durch das Lokpersonal erfolgt.

Für die SCC-Funktion (SCC) wird eine Trackside-Plattform (xx-TS) vorgesehen. Diese streckenseitige Plattform stellt die benötigten Strecken- und Fahrplandaten bereit. Sie basiert auf bestehenden Spezifikationen wie Automated Train Operation over European Train Control System (ATO over ETCS) gemäss der Technischen Spezifikation für die Interoperabilität im Bereich Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung (TSI CCS) sowie Connected Driver Advisory System (C-DAS). Nach Anmeldung mit der Zugnummer erhält der Zug Journey- und Segment-Profile gemäss SUBSET-126/SFERA. Die Übertragung erfolgt über eine Mobilfunkschnittstelle.

Mit Einführung eines Traffic Management Systems (TMS) wird zusätzlich ein vernetztes Fahrerassistenzsystem (C-DAS) implementiert, das auf Basis optimierter Produktionsvorgaben aus dem TMS energieeffiziente und konfliktfreie Fahrempfehlungen anzeigt.

PROSE war über die Co-Projektleitung im Programm Bahnautomation integriert. Wir haben innerhalb des Projektes ATO-TS/C-DAS ein vierstufiges Vorgehen umgesetzt:

  1. Bestehende Anforderungen und Festlegungen zum betrieblichen Zielbild wurden aufgenommen und mit dem Status quo der Systeme ATO, TMS und C-DAS abgeglichen.
  2. Nach Festlegung von Zielbild und Zielarchitektur wurde eine strukturierte Marktevaluation durchgeführt und Interviews mit verschiedenen Systemanbietern geführt.
  3. Auf Grundlage der Marktevaluation erfolgte eine zweistufige Bewertung der Lösungsvarianten sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für die Beschaffungsstrategie.
  4. Für die Teilsysteme ATO-TS und C-DAS wurden weiterführende Schritte umgesetzt, darunter die Durchführung eines RFI sowie vertiefte Analysen mit ausgewählten Anbietern.

Kundennutzen

Dank unserer früheren Beteiligung am Eisenbahnautomatisierungsprogramm und unserer kombinierten operativen und technischen Expertise konnten wir das Projekt effizient und zielgerichtet strukturieren und vorantreiben.

Auf Basis unserer Marktkenntnisse und projektübergreifenden Erfahrung konnten wir Lösungsszenarien entwickeln, die auf die Betriebsumgebung der RhB zugeschnitten sind. Wir haben strukturierte Diskussionen mit internen Expert:innen und Programmbeteiligten moderiert und so eine transparente Entscheidungsfindung und eine solide Grundlage für die nächste Implementierungsphase geschaffen.

PROSE lieferte eine unabhängige technische Bewertung, methodische Klarheit und Unterstützung bei der Beschaffung und schuf damit die Grundlage für eine klar definierte Architektur und ein reduziertes Implementierungsrisiko.

 

  

 

Illustration eines tpf-Zugs zwischen Planchy und Bulle mit Darstellung automatisierter Rangierbewegungen und digitaler Steuerung.

Machbarkeitsstudie für vollautomatische Rangierfahrten

Kunde: tpf SA, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • BetrieblichesZielbild
  • TechnischeMachbarkeitsbewertung
  • AnalyseBetriebsprozesse
  • Kosten-Nutzen-Analyse

Unsere Umsetzung

Das Meterspur-Rollmaterial der transport publics fribourgeois für die Linie Palézieux – Bulle – Montbovon wird im Depot Planchy in der Industriezone von Bulle instandgehalten. Der Abstand zwischen Bahnhof Bulle und Depot beträgt rund einen Kilometer. Im heutigen Betrieb ist das Personal gezwungen, diese Strecke zu Fuss zurückzulegen.

Im Rahmen des Angebotsausbaus wurde die Infrastruktur rund um Bulle in den letzten Jahren modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die tpf möchte daher im Hinblick auf die notwendige Modernisierung des Instandhaltungszentrums untersuchen, ob mit den bestehenden Fahrzeugen vollautomatische Rangierfahrten unter Automatic Train Operation Grade of Automation 4 (ATO GoA4) im Perimeter Planchy – Bulle technisch machbar sind und welches Kosten-Nutzen-Verhältnis vorliegt.

PROSE unterstützte tpf SA während der gesamten Machbarkeitsstudie in einem strukturierten, mehrstufigen Prozess, an dem operative, technische und administrative Stakeholder beteiligt waren. Zunächst analysierten wir die aktuellen Betriebsprozesse, die Infrastruktur und die regulatorischen Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage entwickelten wir gemeinsam ein Zielbetriebskonzept für das automatisierte Rangieren.

Zur Bewertung möglicher Umsetzungsstrategien führte PROSE eine Risikoanalyse durch und entwickelte mithilfe einer morphologischen Analysemethode mehrere technisch konsistente Lösungsvarianten. Diese Optionen wurden anschliessend in einer transparenten Kosten-Nutzen-Bewertung verglichen, wodurch eine strukturierte Bewertung der technischen Machbarkeit und der betrieblichen Auswirkungen möglich war.

Kundennutzen

Die tpf SA erhielt eine klare und unabhängige Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Wartungsstandorts Planchy.

Dank des effizienten Ansatzes konnten in Zusammenarbeit mit den Experten der tpf schnell erste Ergebnisse erarbeitet und der Geschäftsleitung präsentiert werden. Die technische Machbarkeit, die betrieblichen Auswirkungen und die wirtschaftlichen Effekte wurden auf verständliche und transparente Weise dargestellt.

Mit unserer Expertise im Bahnbetrieb und in der ATO wurden realistische Umsetzungsszenarien entwickelt und effizient mit den internen Stakeholdern abgestimmt. PROSE unterstützte die tpf auch bei ersten Gesprächen mit potenziellen Systemlieferanten und stärkte damit die technische und strategische Position der tpf.

 

  

Planung der ETCS Level 2 Einführung mit koordinierter Betrachtung von Infrastruktur, Betrieb und Fahrzeuglebenszyklen.

Integrierte Rolloutplanung für ETCS Level 2

Kunde: BLS Netz AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Integrierte Rolloutplanung
  • Kostenbewertung
  • Stakeholder-Management
  • Langfristige Planung

Unsere Umsetzung

Im Rahmen der ERTMS-Strategie des Bundesamtes für Verkehr (BAV) entwickelten die Schweizer Infrastrukturbetreiber:innen ein langfristiges Umsetzungskonzept zur netzweiten Einführung der Führerstandsignalisierung auf Basis des European Train Control System (ETCS) Level 2.

PROSE unterstützte die BLS Netz AG bei der Finalisierung der integrierten Rolloutplanung. Dabei brachten wir die unterschiedlichen Anforderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen im Fern-, Regional- und Güterverkehr in Bezug auf das Rollmaterial mit den betrieblichen Bedürfnissen der Infrastruktur in Einklang. Gleichzeitig berücksichtigten wir die Lebenszyklen bestehender Anlagen sowie deren Abschreibungseffekte.

Auf dieser Grundlage entwickelten wir eine konsolidierte Bestvariante, die die abschnittsweise Umsetzung und Inbetriebnahme definiert und die daraus resultierenden Investitions- und Abschreibungswirkungen transparent ausweist.

PROSE unterstützte die BLS in der Projektleitung der Abschlussphase des Umsetzungskonzeptes. Auf Basis der selektierten Best-Varianten haben wir:

  • die Planung unter Einbeziehung aller Stakeholder verfeinert
  • die daraus resultierenden Kosten und Abschreibungen quantifiziert
  • und die finale Beschlussvorlage intern und extern mit den anderen Infrastrukturbetreiberinnen abgestimmt.

Das Umsetzungskonzept basierte auf einer integrierten Betrachtung der Lebenszyklen von Rollmaterial und Infrastruktur. Gleichzeitig wurden die unterschiedlichen Nutzenpotenziale von ERTMS systematisch berücksichtigt. Ein zentrales Element war dabei die Sicherstellung einer betrieblich beherrschbaren Migration durch eine koordinierte, zusammenhängende Einführung, mit dem klaren Ziel, fragmentierte ETCS-Insellösungen zu vermeiden.

Kundennutzen

Die BLS Netz AG profitierte von unserem umfassenden Systemverständnis im Planungsdreieck Betrieb – Infrastruktur – Rollmaterial sowie unserer fundierten Expertise im Bereich ERTMS. Durch unsere strukturierte Methodik und unabhängige Beratung entstand eine belastbare, abgestimmte Entscheidungsgrundlage. Das Umsetzungskonzept konnte termingerecht und in enger Zusammenarbeit mit den Fachspezialist:innen sowie der Programmleitung abgeschlossen werden. PROSE stand dabei für technische Klarheit und unabhängige Expertise.

 

  

Nachhaltigkeitsbericht – Digitale ESG-Berichterstattung mit klaren Kennzahlen und transparenter Nachhaltigkeitskommunikation.

Nachhaltigkeitsbericht – Fortschritt sichtbar gemacht

Kunde: Scheuchzer AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Analyse und Auswertung
  • Erarbeitung des Berichts
  • Sicherstellung der Qualität
  • Projektmanagement bzw. Koordination des Erstellungsprozesses

Unsere Umsetzung

Bei Scheuchzer AG bestand der Bedarf, den Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2024 zu aktualisieren und in einer klaren, wirkungsorientierten Form zu präsentieren. Ziel war es, die ESG-Leistung im Jahr 2024 in einem klaren und strukturierten Format zusammenzufassen und zentrale Kennzahlen, umgesetzte Massnahmen sowie erzielte Fortschritte transparent darzustellen.

PROSE unterstützte den Kunden bei der Entwicklung und Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2024. Der Arbeitsumfang umfasste die folgenden wesentlichen Aktivitäten:

  • Analyse und Auswertung bestehender Nachhaltigkeitsdaten sowie relevanter interner Dokumente
  • Entwicklung und redaktionelle Aufbereitung der Berichtsinhalte in enger Abstimmung mit den Fachabteilungen des Kunden
  • Integration von messbaren Nachhaltigkeitszielen, konkreten Umsetzungsmassnahmen und Kennzahlen (KPIs) zur Erfolgskontrolle
  • Sicherstellung einer klaren, konsistenten und zielgruppenorientierten Kommunikationsstrategie im gesamten Bericht
  • Koordination des gesamten Erstellungsprozesses, einschliesslich Zeitplanung und Qualitätssicherung bis zur finalen Freigabe und Veröffentlichung des Berichts

Dieser Ansatz gewährleistete, dass der Nachhaltigkeitsbericht hohen professionellen Standards entsprach und eine zuverlässige Grundlage für die Nachhaltigkeitskommunikation von Scheuchzer bildete.

Kundennutzen

Die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts 2024 durch PROSE brachte Scheuchzer einen deutlichen Mehrwert. Alle ESG-Informationen wurden professionell strukturiert, verständlich formuliert und konsistent aufbereitet.

Aufgrund unserer Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten hat PROSE Lücken frühzeitig erkannt, fehlende Daten gezielt angefordert und komplexe ESG-Anforderungen in klare und verständliche Inhalte übersetzt.

Parallel dazu haben wir dafür gesorgt, dass die Ergebnisse so präsentiert wurden, dass sie den Bedürfnissen der relevanten internen und externen Stakeholder gerecht wurden und eine konsistente Nachhaltigkeitskommunikation unterstützten. Unsere unabhängige, externe Perspektive verlieh dem Bericht zusätzliche Glaubwürdigkeit und Objektivität.

Insgesamt erhielt Scheuchzer einen Nachhaltigkeitsbericht, der fachlich solide, kommunikationsstark und auf die Anforderungen sowohl interner als auch externer Zielgruppen zugeschnitten war.

 

 

Entwicklung eines Drehgestells für eine Rangierlokomotive

Kunde: SCHÖMA Lokomotiven GmbH, Deutschland

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Konzeptentwicklung
  • Systemanalyse, Systemspezifikation, Systemintegration, Systemdesign
  • Erstellung eines 3D-Modells des Drehgestells
  • Festigkeitsberechnung gemäss EN 13749
  • Nachweis der Fahrsicherheit und Entgleisungssicherheit gemäss EN 14363
  • Schraubenberechnung gemäss VDI 2230
  • Design Reviews mit Fachkolleg:innen

Technische Daten

  • Spurweite: 1435 mm
  • Geschwindigkeit: 80 km/h
  • Mindestradius der Gleisbögen: 90 m
  • Abstand zwischen den Drehzapfen der Drehgestelle: 5,8 m
  • Achsabstand: 2 m
  • Rahmenlänge: 11,8 m
  • Fahrzeugmasse: 60 t
  • Drehgestellmasse weniger als: 8,8 t
  • Masse des Wagenkastens (m1) ca.: 40,4 – 43,4 Tonnen
  • Maximale Fahrzeugmasse: 61 t
  • Minimale Fahrzeugmasse: 58 t
  • Maximale Radsatzlast: 15,25 t

Unsere Umsetzung

Das Projekt ist Teil einer Rangierlok-Plattform, in dessen Rahmen SCHÖMA eine Rangierlok für Alstom für einen Verkehrsbetrieb in Manila, Philippinen, lieferte. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine vierachsige, dieselhydraulisch angetriebene Rangierlok für Normalspur mit einer Gesamtfahrzeugmasse von 60 Tonnen. PROSE wurde mit der kompletten mechanischen Entwicklung des Drehgestells beauftragt.

Der Auftragsumfang umfasste die Konstruktion und Auslegung des Drehgestellrahmens, der Radsätze, der Achslager sowie die Integration aller relevanten Systeme und Komponenten. Eine technische Herausforderung war der begrenzten Einbauraum und die sichere Übertragung der Längs- und Bremskräfte vom Drehgestell auf den Wagenkasten, ohne die Radsatzlasten wesentlich zu verändern. Das Projekt erforderte daher eine robuste, platzsparende und sicherheitskonforme Drehgestellkonstruktion, die für eine effektive Fertigung und einen zuverlässigen Betrieb geeignet ist.

Bei PROSE erfolgt die Entwicklung von Schienenfahrzeugen nach dem V-Modell gemäss EN 50126. Bei diesem Projekt konzentrierte sich die Entwicklung des Drehgestells auf die Konzeptions- und Ausführungsplanung, wodurch ein effizienter und zielgerichteter Engineering-Prozess gewährleistet wurde. Während der gesamten Entwicklung legte PROSE besonderen Wert auf einen produktionsorientierten Konstruktionsansatz und setzte, wo immer möglich, kostengünstige und fertigungsfreundliche Schweisskonstruktionen ein.

Parallel dazu wurde das Design sowohl hinsichtlich der Produktions- als auch der Lebenszykluskosten optimiert, wobei die Sicherheits- und Leistungsanforderungen konsequent erfüllt wurden. Die Einhaltung aller relevanten sicherheitsrelevanten EN-Normen war in den Designprozess integriert. Die umfangreiche Erfahrung von PROSE im Bereich der Drehgestellkonstruktion und unser tiefgreifendes Verständnis der Normen und Fertigungsbeschränkungen ermöglichten einen ausgewogenen und effizienten Entwicklungsansatz, der auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten war.

Kundennutzen

Dank der termingerechten und erfolgreichen Fertigstellung des Projekts erhielt der Kunde innerhalb kurzer Zeit schnelle und zuverlässige technische Unterstützung. Durch PROSE profitierte der Kunde von fundiertem Fachwissen in der Drehgestellentwicklung, wodurch der interne Aufwand und die Entwicklungszeit erheblich reduziert werden konnten. PROSE lieferte ein vollständiges, serienreifes Drehgestelldesign, einschliesslich eines vollständigen 3D-Modells, eines Festigkeitsnachweises, einer Spurführungsanalyse und detaillierter Komponentenspezifikationen zur Unterstützung der Beschaffung.

Alle relevanten Systeme, einschliesslich Primär- und Sekundärfeder-Dämpfer, Getriebe, Bremssystem sowie Längs- und Queranschläge, wurden integriert. Die kritische Herausforderung, Längskräfte ohne Erhöhung der Radsatzlasten zu übertragen, wurde durch eine gekröpfte Zug-/Druckstange mit einer tiefen Anlenkung zu einem sogenannten Balancier gelöst, was zu geringen Nickmomenten und einem stabilen Radsatzverhalten führte. Obwohl vom Endkunden keine spezifischen Normen gefordert wurden, lieferte PROSE umfassende und normkonforme Nachweise zur Festigkeit und Entgleisungssicherheit und wies die Konformität mit relevanten Normen wie EN 13749:2024, EN 13979, DVS 1612 und EN 14363:2016 nach.

 

 

Railway axle handling equipment with a workshop fixture and CAD model of the axle lift and support console

Entwurf und Lieferung einer Achslift- und Stützkonsolenkonstruktion

Kunde: Göteborgs Spårvägar, Schweden

Projektaufgaben

  • Erfassung der Anforderungen
  • Technische Konstruktion
  • Fertigung und Logistik
  • Lieferung innerhalb des Zeit-, Budget- und Qualitätsrahmens
  • Schulung

Unsere Umsetzung

Unser Ingenieur:innen arbeiteten eng mit dem Kunden zusammen, um die Funktions- und Sicherheitsanforderungen für den Achslift und die Stützkonsolen zu definieren. Auf Grundlage dieser Vorgaben haben wir vor drei Jahren das ursprüngliche Design entwickelt, das eine stabile und sichere Lösung für die Achshandhabung bietet.  Für den Folgeauftrag koordinierten wir die detaillierten Designaktualisierungen und arbeiteten mit einem unserer bewährten Fertigungspartner zusammen, um die zweite Einheit zu produzieren. Diese Folgelieferung ermöglichte es uns, das bewährte Konzept mit gezielten Verbesserungen zu verfeinern, die auf den Betriebserfahrungen des Kunden basierten. Während des gesamten Projekts sorgten wir für eine klare Kommunikation, organisierten die erforderlichen Verifizierungsschritte und führten Schulungen durch, um eine sichere und konsistente Nutzung in der Werkstatt zu gewährleisten.

Kundennutzen

Der Kunde erhält eine Vorrichtung, die eine sicherere und kontrolliertere Handhabung der Achsen in der Werkstatt ermöglicht. Das Design verringert das Risiko von Achsenbewegungen und trägt zum Schutz von Personal und Ausrüstung während Wartungsarbeiten bei.

Durch die Zusammenarbeit mit PROSE profitiert der Kunde von einem Partner, der die gesamte Kette von der Erfassung der Anforderungen über das Design und die Fertigungskoordination bis hin zur Verifizierung und Schulung abdecken kann. Unser unabhängiger Engineering-Ansatz und unsere Vertrautheit mit Werkstattprozessen stellen sicher, dass die gelieferte Lösung praktisch, zuverlässig und einfach zu integrieren ist.

Die Entscheidung, eine zweite Einheit zu beschaffen, bestätigt, dass die ursprüngliche Lösung die Erwartungen des Kunden erfüllt hat und dass die aktualisierte Version weiterhin seinen betrieblichen Anforderungen entspricht.

 

 

Projekt Management Remote Monitoring für die Konzeptprüfung SS-149

Kunde: SBB, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektmanagement
  • Projektplanung
  • Lösungsarchitektur
  • Anforderungsanalyse
  • Beschaffung
  • Überwachung der Installation, Integration und Inbetriebnahme durch den Lieferanten
  • Datenanalyse und Berichterstattung

Unsere Umsetzung

Da die Schweiz zu den ersten Ländern gehörte, in denen ausschliesslich ETCS zum Einsatz kommt, wurde eine Überwachung, gemäss einer nationalen Anforderung (NNTR), schlecht funktionierender Eurobalisen als Anforderung für alle aktiven Flotten eingeführt. Für den TSI-2023 Release musste diese NNTV übertragen und in das Subset 149, Online Monitoring System, überführt werden.

Im Dezember 2022, als der Entwurf der Spezifikation für das Subset – 149, Online Monitoring System vorlag, wurde PROSE vom Bahninfrastrukturbetreiber der Schweizerischen Bundes-bahnen SBB beauftragt, einen Proof of Concept zu entwickeln und durchzuführen. Ziel war es, die Eignung und Vollständigkeit des vorgeschlagenen Protokolls zu bewerten.

PROSE entwickelte eine Systemarchitektur und die zugehörigen Anforderungen für eine Online-Überwachung des MVB-Busses der ETCS-Bordgerät (OBU) von Siemens auf einem neuen Stadler FLIRT-EMU, der der Schweizerischen Südostbahn gehört und von ihr betrieben wird. Railnova wurde als geeigneter Lieferant evaluiert und lieferte die zugehörige Lösung, sowohl bordseitig (Sniffer und Gateway), als auch streckenseitig. PROSE führte das Integrations-Engineering und die Autorisierungsaktivitäten durch.

Nach Inbetriebnahme der Lösung überwachte PROSE die streckenseitige Infrastruktur genau und analysierte die Daten und Rückmeldungen, um den DRAFT Subset-149 zu korrigieren und zu verbessern, was direkt zu seiner aktuellen Ausgereiftheit und Zuverlässigkeit beitrug.

Kundennutzen

Mit der Beauftragung von PROSE profitiert der Kunde von der umfangreichen Erfahrung von PROSE im Bereich der fahrzeugseitigen Signalisierung, ETCS und Online-Überwachung, sowohl streckenseitig als auch fahrzeugseitig. Für ein erfolgreiches Projekt sind unternehmerisches Denken, fundierte technische Kenntnisse, aber auch Marktkenntnisse erforderlich.

Der Kunde muss keine projektspezifischen Managementressourcen aufbauen. Darüber hinaus gewährleistete unsere unabhängige Beratungsrolle eine neutrale Perspektive und sorgte gleichzeitig für die Abstimmung zwischen den verschiedenen am Projekt beteiligten Akteuren.

 

  

Verschleissüberwachung für Meterspurbahnen

Kunde: Montreux-Oberland-Bahn (MOB), Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektleitung
  • Konzeptentwicklung
  • Systemintegration

Unsere Umsetzung

Die Montreux Oberland Bahn (MOB) stand vor einer Herausforderung, als sie sich plötzlich mit erhöhtem Lärm und starkem Verschleiss an Rad und Schiene an einer Vielzahl von Fahrzeugen ihres Fuhrparks konfrontiert sah. Verschiedene Fahrzeuge zeigten unerwartet hohe Abnutzungserscheinungen.

PROSE führte während zwei Tagen akustische Messungen an einem Fahrzeug durch, das auf dem MOB-Netz verkehrte. Dabei verwendeten wir drahtlose Mikrofone, die magnetisch unter dem Wagenkasten auf jeder Seite des Zuges angebracht waren. Die akustischen Signale wurden drahtlos an einen Laptop im Inneren des Fahrzeugs gesendet. Mit Hilfe einer speziellen Akustiksoftware wurden diese akustischen Signale in Echtzeit vom Zeitbereich in den Frequenzbereich übertragen. Anhand der Amplituden in bestimmten Frequenzen konnte das Problem des Lärms und der Abnutzung in bestimmten Kurven des Netzes lokalisiert werden. Zusätzliche Messungen an den Schienen zeigten, dass die Spurkranzschmierung an der Schiene unzureichend war und Lärm und Verschleiss verursachte. Nach einer manuellen Schmierung von etwa 10 Kurven auf dem 45 km langen Netz verschwand der Verschleiss vollständig, und der Lärm konnte reduziert werden.

Kundennutzen

Die MOB musste ihre Dienste einschränken, da der Verschleiss und die Lärmbelästigung nicht mehr akzeptabel waren. Nach der Analyse und der Lokalisierung des Problems durch PROSE-Expert:innen auf dem MOB-Netz innerhalb eines Tages nach der Messung konnten Lärm und Verschleiss auf ein Minimum reduziert werden, und die MOB konnte wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen.

 

  

Programm Management ATO Branchenprogramm

Kunde: BLS Netz AG, Dr. Florian Kappler, Schweiz

Projektaufgaben

  • Programm-Management
  • Projektplanung
  • Koordination aller ATO-Projekte in der Schweiz
  • Leitung des Marketingteams bei der Entwicklung und Pflege der ATO-Website
  • Vierteljährliche Berichterstattung an den Lenkungsausschuss (Eisenbahnunternehmen, Infrastrukturbetreiber und Industrie)
  • Koordination mit Interessengruppen wie der nationalen Behörde BAV sowie der Industrie
  • Unterstützung spezifischer ATO-Projekte mit technischer, betrieblicher und geschäftlicher Beratung

Unsere Umsetzung

Im Mai 2022 forderte das Bundesamt für Verkehr den Bahnsektor auf, die zukünftigen ATO-Aktivitäten innerhalb des Schweizer Bahnsektors aufeinander abzustimmen und besser zu koordinieren.

PROSE wurde mit dem Programmmanagement für alle Schweizer ATO-Projekte beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit dem ATO-Kernteam hat PROSE einen regelmässigen, monatlichen Austausch etabliert und gemeinsam zentrale Querschnittsthemen identifiziert und entwickelt.

Zudem leitete PROSE auch das Kommunikationsteam und arbeitete mit diesem Team an der Entwicklung und Pflege der ATO-Branchenwebsite (https://voev.ch/ato). Darüber hinaus initiierte PROSE einen ATO-bezogenen Konferenztag, der die Branche einlud und aktiv in die ATO-Entwicklungen einbezog.

Kundennutzen

Mit PROSE als Partner profitiert der Kunde von umfassender Expertise in den Bereichen der fahrzeugseitigen Signalgebung, ETCS und ATO, sowohl strecken- als auch fahrzeugseitig. Für eine erfolgreiche Programmgestaltung im ersten Jahr sind ein unternehmerischer Ansatz, fundiertes technisches Wissen, aber auch Marktkenntnisse unerlässlich.

Der Kunde spart sich den Aufbau eigener projektspezifischer Managementressourcen, da PROSE als unabhängiger Berater die verwandten Interessen aller Projektverantwortlichen koordiniert und neutral zwischen ihnen vermittelt.

 

   

Technische und betriebliche Expertenbewertung für ATO GoA2-Fahrzeugumrüstung

Kunde: Rhätische Bahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Technische und betriebliche Bewertung von ATO-Umsetzungsvarianten auf bestehendem Fahrzeug
  • Experteninterviews mit RhB-Vertretern
  • Unabhängige Beurteilung und Bewertung

Unsere Umsetzung

Im Rahmen der Erarbeitung einer technischen Spezifikation für die Ausrüstung einer bestehenden Fahrzeugflotte mit einem Fahrassistenz­system (FAS) / ATO GoA2 (Automatic Train Operation, halbautomatischer Betrieb) unterstütze PROSE die Rhätischen Bahn AG (RhB) mit einer neutralen Expertise zu technischen Umsetzungsvarianten.

Konkret im Fokus war die umzusetzende Schnittstelle und die Funktionalität der Schnittstelle zwischen FAS und Fahrzeug­leittechnik, sowie die Interaktion des Lokpersonals mit dem FAS, insbesondere die Ak­tivierung des FAS sowie die Umsetzung der Zug-/Bremskraftvorgaben an das Fahrzeug standen im Fokus der unterschiedlichen Umsetzungsvarianten.

Auf Basis der europäischen Spezifikation analog SUBSET-125 und SUBSET-139 sowie den angepassten Spezifikationsentwür­fen und internen Umsetzungsvorschlägen führte PROSE eine neutrale Bewertung der Varianten mit einer zweistufigen Me­thodik durch.

In einem ersten Schritt erfolgte die Befragung ausgewählter VertreterInnen der RhB aus den Bereichen Fahrzeugtechnik und Lokpersonal. Die Befragung diente der Ermittlung der jeweiligen Signifikanz der einzelnen Bewer­tungskriterien für die Auswahl der Varianten.

Im zweiten Schritt erfolgte die Beurteilung der Varianten nach den gewichteten Kriterien durch die PROSE Experten. Die Bewertung wurde auf Basis der technischen Spezifikationen, den Experteninterviews sowie durch die PROSE-Experten durchgeführt.  Dabei wurden ins­besondere die Chancen, Risiken, Zulassungs- und Migra­tionsfä­higkeit sowie die Akzeptanz der Systeme durch das Lok­perso­nal und eine erste qualitative Einschät­zung aus HOF-Sicht (Human-Organisational-Factors) beurteilt.

Kundennutzen

Die RhB profitierte von der neutralen und unabhängigen Ein­schätzung der PROSE-Expert:innen sowie dem methodischen Vorgehen unter Einbezug der relevan­ten internen Vertreter:innen. Durch die PROSE-Expertise konnte zudem eine schnelle und effiziente Abwicklung, sowie die nötige De­tailtiefe, sichergestellt werden.

 

  

Projektaudit zur Einführung eines Betriebshofmanagementsystems

Kunde: Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), Schweiz; PSI Transcom GmbH, Deutschland / Schweiz

Projektaufgaben

  • Projekt-Audit
  • Externe Beratung
  • Zweite Stellungnahme
  • Mediation

Unsere Umsetzung

​Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) beschaffen für die Steuerung der Tramdepots und Busgaragen ein neues Betriebshofmanage­mentsystem (BMS) der PSI Transcom GmbH. PROSE führte im Auftrag beider Parteien ein unabhängiges Projektaudit durch. Ziel des Audits war festzustellen, ob das durch die beiden Parteien abzuwickelnde Projekt, den in der ÖV-Branche gestellten Anforderungen entspricht. Ausserdem sollte für die VBZ geklärt werden, inwiefern die Projektorganisation der Lieferantin eine qualitative und zeitgerechte Projektabwick­lung sicherstellt. Des Weiteren sollte die Frage geklärt werden, ob bei allfällig suboptimaler Projektorganisation auf beiden Seiten ein finanzieller Mehraufwand entstehen könnte.

PROSE führte das Audit in einem zweistufigen Vorgehen durch. In der ersten Phase wurden beide Parteien vor Ort in einem Au­dittermin zu den gebildeten Themenschwerpunkten befragt und die jeweilige Sichtweise aufgenommen. In einem anschlies­senden gemeinsamen Termin wurde auf Basis des ersten Ent­wurfes des Auditberichts inkl. den Empfehlungen der PROSE-Auditoren eine erste Bereinigung durchgeführt. Die zweite Phase gestaltete sich durch die Fokussierung auf einzelne The­menschwerpunkte in gemeinsamen Terminen aller drei Parteien. Abschliessend wurden die Erkenntnisse auf Basis des Auditbe­richts und die Empfehlungen diskutiert und bereinigt.

Kundennutzen

Die VBZ und PSI profitierten von der unabhängigen Sichtweise der PROSE-Auditoren und der Erfahrung in Projektmanagement und betrieblichen Fragestellungen. Durch die Aufarbeitung ein­zelner Themenschwerpunkt konnten die jeweiligen Stand­punkte beleuchtet und die Sichtweise beider Parteien aufge­zeigt werden. Dadurch konnten insgesamt durch beide Parteien Verbesserungspotentiale in der Zusammenarbeit identifiziert werden.

 

 

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