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Angebotsmanagement für regionale Zuginstandhaltungsverträge

Kunde: EuroMaint, Schweden

Projektaufgaben

  • Ausschreibungskoordination
  • Entwicklung einer Wartungsstrategie
  • Depot- und Ressourcenplanung
  • Technische Dokumentation
  • Analyse der Veralterung und des Lebenszyklus von Komponenten
  • Funktionsübergreifende Teamleitung

Unsere Umsetzung

PROSE fungierte als Bid Leader und koordinierte ein funktions-übergreifendes Team aus Expert:innen für Technik, Beschaf-fung und Produktion. Das Team entwickelte gemeinsam techni-sche und betriebliche Dokumentationen, darunter Wartungsplä-ne, Depotstrategien und Verfahren für den Umgang mit Kom-ponenten. Die Arbeit wurde in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern durchgeführt, um die Übereinstimmung mit den betrieblichen Anforderungen und gesetzlichen Vorschriften sicherzustellen. Die Dokumentation wurde so strukturiert, dass sie sowohl die strategische Entscheidungsfindung als auch die praktische Umsetzung innerhalb des Angebots unterstützt.

Kundennutzen

Durch die Wahl von PROSE als Partner erhielt der Kunde Zu-gang zu strukturierten und gut dokumentierten Wartungslö-sungen, die auf die spezifische Flotte und den betrieblichen Kontext zugeschnitten waren. Der kooperative Ansatz stellte sicher, dass Beschaffungs- und Produktionsperspektiven früh-zeitig in den Prozess integriert wurden, wodurch Risiken redu-ziert und die Machbarkeit verbessert wurden. Die abschliesen-de Dokumentation unterstützte den Kunden dabei, wettbe-werbsfähige und technisch fundierte Angebote mit klaren Strategien für die Lebenszykluskostenkontrolle und die Flot-tenverfügbarkeit einzureichen.
Der Kunde profitierte ausserdem von der unabhängigen Exper-tise von PROSE, dem umfassenden Wissen über Schienenfahr-zeuge und der Fähigkeit, praktisches und umsetzungsreifes Material zu liefern.

 

Kupplungsaufrüstung und Integration der elektrischen Schnittstelle für den Schneeräumwagen B257

Kunde: MTR Tech AB, Schweden

Projektaufgaben

  • Erfassung und Definition der Anforderungen an die elektrische Schnittstelle
  • Entwurfsprüfung
  • Aktualisierung der technischen Dokumentation
  • Überprüfung der elektrischen Anschlüsse und der Signalintegrität
  • Offizielle Freigabe der Zeichnungen und Konfigurationskontrolle
  • Koordination mit MTR während der Implementierung und Validierung

Unsere Umsetzung

PROSE war an der Konzeption der neuen elektrischen Schnittstelle beteiligt und arbeitete während der Systemimplementierung des modernisierten Kupplungssystems zwischen dem Schneepflugwagen Typ B257 und dem Zug C20 eng mit den Ingenieur:innen von MTR zusammen.

Während MTR die Installation und Tests vor Ort durchführte, überprüften, präzisierten und konsolidierten wir die Entwürfe für die elektrischen Aktualisierungen und stellten sicher, dass alle Anschlüsse und Signalschnittstellen den Sicherheits- und Betriebsanforderungen entsprachen.

Die verifizierten und genehmigten Informationen wurden als offizielle elektrische Zeichnungen herausgegeben, unter der Urheberschaft von PROSE veröffentlicht und von den Ingenieur:innen von MTR überprüft.

Dieser kooperative Ansatz gewährleistete vollständige Rückverfolgbarkeit, Korrektheit und die Einhaltung der Dokumentationsstandards für den Eisenbahnbereich.

Kundennutzen

Der Kunde erhielt eine zuverlässige und standardisierte Kupplungslösung, die den manuellen Arbeitsaufwand unter anspruchsvollen Winterbedingungen reduzierte. Die verbesserte Schnittstelle steigerte die Betriebseffizienz, indem sie die vollständige mechanische und elektrische Kompatibilität zwischen dem Schneeräumwagen und der C20-Flotte sicherstellte. Eine unabhängige technische Überprüfung durch PROSE garantierte eine hochwertige und konforme Dokumentation und schuf Vertrauen in die Sicherheit und Integrität des Systems. Das Ergebnis ist eine zukunftsfähige Lösung, die einen sicheren, effizienten und gut dokumentierten Winterbetrieb unterstützt.

 

    

Konzeptentwicklung für die Instandhaltung einer neuen Flotte in einem historischen Depot

Kunde: SBB, Schweiz

Projektaufgaben

  • Projektleitung
  • Anforderungsanalyse
  • VR-Simulation & Validierung
  • Konzeptentwicklung

Unsere Umsetzung

In der Serviceeinrichtung in Luzern sollen neue Fahrzeugflotten eingeführt werden, was zusätzliche Dachzugänge erfordert, insbesondere durch den Einsatz eines Krans. Gleichzeitig sind umfangreiche Renovierungs- und Erneuerungsmassnahmen innerhalb des Depots und seiner Umgebung erforderlich. Die Planung dieser baulichen Veränderungen ist aufgrund des Denkmalschutzes, des begrenzten Platzangebots und des laufenden Betriebs eine Herausforderung.

PROSE analysierte in einem strukturierten Prozess die Instandhaltungsanforderungen der neuen Fahrzeugflotten und entwickelte mehrere Infrastrukturoptionen. Jede Variante wurde systematisch entwickelt, bewertet und dokumentiert, um eine transparente Entscheidungsfindung zu unterstützen. Als Interim-Projektmanager koordinierte PROSE Fachplaner und interne Experten und führte die detaillierte Ausarbeitung der Varianten durch, um einen konsistenten Fortschritt in allen Bereichen sicherzustellen. Wir unterstützten auch die Koordination mit Denkmalschutzbehörden und nutzten Virtual-Reality-Technologie (VR), um die vorgeschlagenen Lösungen unter realistischen Bedingungen zu simulieren, zu testen und zu validieren.

Kundennutzen

Durch umfassende Unterstützung während der Studienphase und unsere Expertise in der Instandhaltungsplanung schuf PROSE eine transparente und objektive Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Der Kunde erhielt einen klaren Überblick über den Planungsstand aller Gewerke sowie abgestimmte Kosten- und Zeitpläne. Dies ermöglichte einen reibungslosen Übergang in die nächste Projektphase. Der Einsatz von Virtual-Reality-Technologie (VR) unterstützte die Bewertung und Optimierung der Infrastrukturvarianten und half dabei, eine optimale Lösung zu finden, die sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht wurde.

 

   

Entwicklung eines Hilfsdrehgestells für Strassenbahnen in der Werkstatt

Kunde: Würzburger Straßenbahn GmbH, Deutschland

Projektaufgaben

  • 3D-Modell (3D-Geometrien für Einzelteile sind Teil des 3D-Modells)
  • Kombinierte Schweissbaugruppen- und Bearbeitungszeichnungen
  • Montagezeichnung
  • Ergebnisse der Festigkeitsberechnung
  • Bericht über die Gleisführung

Unsere Umsetzung

PROSE entwickelte ein werkstatttaugliches Hilfsdrehgestell zur temporären Verlagerung von Niederflurfahrzeugen während Wartungsarbeiten. Die Konstruktion ist bewusst einfach gehalten und ermöglicht eine verwindungsweiche Aufnahme der Fahrzeuge. Ziel war eine Lösung, die funktional, robust und zugleich so gestaltet ist, dass sie vom Betreiber eigenständig gefertigt und eingesetzt werden kann. PROSE übernahm die komplette Auslegung – vom Konzept bis zu den fertigungsreifen Unterlagen.

PROSE verbindet mit der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) eine enge Beziehung, die in den letzten Jahren durch verschiedene erfolgreiche Kooperationen entstanden ist. Da wir mit den technischen Anforderungen der Fahrzeuge der WSB vertraut waren, konnten wir schnell mit der Konstruktion des Drehgestells beginnen.

Unser Ansatz bestand darin, den Raddurchmesser schnell zu bestimmen und die gewählten Parameter mit dem Kunden abzustimmen. So konnten wir mit einem klaren, gemeinsamen Verständnis direkt in die Konstruktion einsteigen.

Während der gesamten 3,5-monatigen Entwicklungsphase hielten wir den Prozess schlank und effizient. Monatliche Status-Updates sorgten dafür, dass der Kunde stets gut informiert war, ohne dass er sich intensiv einbringen musste. Dank des umfassenden technischen Know-hows von PROSE konnten unnötige Iterationen vermieden werden, was zu einer pünktlichen Projektabwicklung beitrug.

Kundennutzen

Dank unserer engen Zusammenarbeit mit dem Kunden und unserem tiefen technischen Verständnis konnten wir besonders schnell mit der Entwicklung beginnen. Der Kunde profitierte von unserem fundierten Fachwissen und Verständnis und konnte dadurch viel Zeit und Aufwand sparen. Die Lösung wurde genau auf die Anforderungen der Werkstatt zugeschnitten. Die komplette, produktionsreife Dokumentation mit 3D-Modell, Festigkeitsnachweis und Gleisführungsbericht sorgte für eine schnelle Umsetzung. Dank unserer umfassenden und fundierten Kenntnisse der Industriestandards, der Rahmenbedingungen und Ortskenntnis in den Betriebswerkstätten der WSB und der engen Zusammenarbeit mit dem Kunden konnten wir Herausforderungen vorhersehen, bevor sie auftraten.

 

 

Betriebslastmessung und bruchmechanische Beurteilung

Kunde: RAlpin AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Betriebslastmessung
  • Radsatzwellenberechnung
  • FE-Rechnung
  • Bruchmechanische Beurteilung

Unsere Umsetzung

Beim Kunden bestand der Bedarf für zwei bruchmechanische Untersuchungen. Einerseits sollte untersucht werden, wodurch Rissbildungen am Spurkranzrücken ausgelöst werden bzw. welche Faktoren zum Risswachstum beitragen. Andererseits bestand der Bedarf, das festgelegte Prüfintervall der Radsatzwellen rechnerisch zu untermauern. Als Grundlage für die bruchmechanischen Untersuchungen von PROSE sollen dazu reale Betriebslastdaten verwendet werden.

PROSE führte für die Erfassung der Betriebslasten auf den gefahrenen Strecken eine unbegleitete Messung durch. Dazu wurde ein Messsystem direkt auf einem Drehgestellrahmen installiert. Dieses erfasste über mehrere Tage mittels dazugehöriger GPS-Antenne die Position des Fahrzeug-verbundes sowie mit entsprechender Sensorik die Quer- und Vertikalbeschleunigung sowie die Rotationsgeschwindigkeit des Drehgestells. Die Messsignale wurden laufend über das Mobilfunknetz an eine zentrale Speichereinheit gesendet. Die so gemessenen realen Betriebslasten bildeten die Grundlage für die anschliessenden bruchmechanischen Untersuchungen.

Die Untersuchung der Radscheibenrisse erfolgte anhand von zwei beim Kunden verwendeten Radtypen. Die Belastung dieser Radtypen wurde mittels MKS-Simulation anhand der realen Belastungsdaten simuliert.

Zur bruchmechanischen Beurteilung der Radsatzwellen wurde in einem ersten Schritt, zur Orientierung und der Beurteilung der allgemeinen Auslastung der Radsatzwelle, eine Radsatz-wellenberechnung nach EN13103-1 durchgeführt. In einem zweiten Schritt wurden an den kritischen Wellenpositionen (Positionen mit den höchsten Biegespannungen) zyklische Rissfortschrittsberechnungen durchgeführt.

Kundennutzen

Unsere bruchmechanischen Untersuchungen bestätigten, dass die Risse in den Radscheiben nicht durch das Bremsverhalten oder den Kontakt mit dem Radlenker verursacht wurden. Als mögliche Ursache für den Rissfortschritt konnten Eigenspannungen identifiziert werden. Die bruchmechanische Bewertung der Radsatzwelle bestätigte allerdings auch, dass das bestehende Prüfintervall ausreichende Sicherheit bietet.

Die neutrale und unabhängige Position sowie das tiefe technische Verständnis von PROSE gaben dem Kunden eine solide Ausgangsbasis für weitere Untersuchungen. Durch die Verwendung von Daten aus betrieblichen Belastungsmessungen konnte die Untersuchung auf die realen Betriebsbedingungen abstimmt werden, was die Qualität der Ergebnisse verbesserte und das Vertrauen des Kunden in die Erkenntnisse erhöhte. Dank des einzigartigen Fachwissens im Bereich der Bahntechnik und der umfassenden Erfahrung mit rollendem Material liefert PROSE eine massgeschneiderte, unvoreingenommene Analyse, die eine effektive Entscheidungsfindung und ein langfristiges Asset Management unterstützt.

 

 

Innovatives Angebots- und Betriebskonzept für S-Bahn-Verkehr

Kunde: Forchbahn AG, Schweiz

Projektaufgaben

  • Szenarien- und Varianten Angebots- und Betriebskonzept 2035+
  • Konzept on-Demand-Betrieb mit ATO
  • ZIEL-Systemarchitektur und Gap-Analyse zur IST-Systemlandschaft
  • Anforderungsermittlung für spätere Migration des Neufahrzeugs

Unsere Umsetzung

PROSE unterstützte die Forchbahn in der Ausschreibung einer neuen Fahrzeugflotte. Im Rahmen dessen stellten sich ebenfalls Fragestellungen zum zukünftigen Angebots- und Betriebskonzept der S18 Zürich Stadelhofen – Esslingen. Um die Chance einer neuen Fahrzeugflotte zu nutzen, erarbeitete PROSE unterschiedliche Szenarien bezüglich Fahrzeuglängen und der Veränderung des aktuellen Angebotskonzeptes durch den Einsatz automatisch betriebener Fahrzeuge in Richtung eines on-Demand-Betriebs in Randzeiten. Die Szenarien wurden für verschiedene Angebotsstufen, je nach Zeithorizont, ausgearbeitet.

Ausgehend von den bestehenden Altfahrzeugen, den Umlaufplänen, dem vorgesehenen Fahrplan und den Frequenzerhebungen des aktuellen Betriebs analysierten wir mögliche Fahrzeugkonzepte und die daraus resultierende Anzahl Neufahrzeuge. Dabei haben wir insbesondere die Möglichkeiten mit langen und kurzen Zügen sowie die betrieblichen und technischen Reserven untersucht. Zudem haben wir ein Angebots- und Betriebskonzept 2035+ mit dem Einsatz vollautomatischer Triebzüge auf der eigenen Infrastruktur der Forchbahn erarbeitet. Dies beinhaltete neben den Migrations- und Angebotsschritten in der Einführungsphase auch die das Konzept zur Einführung eines on-Demand-Betriebs in den Randzeiten. Im Rahmen der Ausschreibung wurde ausserdem eine ZIEL-Systemarchitektur sowie Fahrzeuganforderungen für eine mögliche spätere Migration abgeleitet.

Kundennutzen

Aufbauend auf den IST-Daten konzipierte PROSE den SOLL-Zustand und leitete daraus Chancen und Risiken zu den jeweiligen Stossrichtungen in Angebot und Betrieb ab und reflektierte diese in Workshops mit den Verantwortlichen der Forchbahn. Die Ergebnisse wurden direkt in die Ausschreibungsunterlagen integriert. Damit ist sichergestellt, dass die Fahrzeuge langfristig für den Betrieb geeignet sind und der späteren Umsetzung des ATO-on-demand-Betriebs nichts im Wege steht. Das Wissen von PROSE hat der Forchbahn geholfen, frühzeitig fundierte Entscheidungen zu treffen, die zukünftige Risiken reduzieren und die langfristige betriebliche Effizienz unterstützen.

 

 

Sicherstellen der Befahrbarkeit geplanter Strassenbahn-Trassierungen mit Bestandsfahrzeugen

Kunden: Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB), Deutschland; HAVAG Hallesche Verkehrs-AG, Deutschland; Basler Verkehrs-Betriebe (BVB), Schweiz

Projektaufgaben

  • Kompatibilität sicherstellen: Klärung der Befahrbarkeit geplanter Strassenbahn-Trassierungen durch die Bestandsflotte
  • Optimierung der Trassierung: Vorschlag von alternativen Trassierungs-Varianten, die sicher und ohne Beschädigung oder Entgleisung der Strassenbahnen befahren werden können

Unsere Umsetzung

Strassenbahngleise weisen aufgrund der Topografie oder historisch gewachsenen Stadtzentren zum Teil sehr individuelle Eigenschaften auf. Die Fahrzeuge müssen auf diese Besonder­heiten der Infrastruktur abgestimmt sein. Entsprechend wenig sind Fahrzeuge und Gleise von Strassenbahnsystemen bislang vereinheitlicht oder genormt. Moderne Strassenbahnfahrzeuge sind häufig mehrteilige Glieder­fahrzeuge. Ihre Fahrzeuglänge kann sich gleich über mehrere Trassierungs­elemente wie Bögen oder Neigungs­wechsel hinweg erstrecken. In der Regel sind alle Fahrzeugsegmente nahezu torsionsstarr miteinander verbunden – bis auf geringe Nach­giebig­keiten in wenigen Dachgelenken. Daher sind lange Glieder­fahrzeuge häufig sensitiv auf Torsionslasten, wie sie beispiels­weise bei der Kombination von kleinen Bogenradien und grossen Neigungswechseln entstehen.

Bei der Planung von Streckenerweiterungen stellt sich daher regelmässig die Frage, ob die Bestandsfahrzeuge die neu geplante Trassierung befahren können. Schutzziele sind dabei insbesondere die Sicherheit gegen Entgleisen und das schädigungs­freie Ertragen der auftretenden Lasten. Weiterhin können auch die Zwängungs­freiheit zwischen Fahrzeugteilen oder die Boden­freiheit unterhalb des Fahrzeugs Kriterien sein.

PROSE untersucht die Befahrbarkeit mittels Mehrkörpersystem ­(MKS)-Simulationen, wie sie beispielsweise auch für die Entwicklung von Schienenfahrzeugen international gebräuchlich sind. Dabei werden die spezifischen Eigenschaften der gegen­ständlichen Fahrzeuge berücksichtigt, wie sie sich insbesondere aus dem Fahrzeugkonzept, der detaillierten Massenverteilung sowie den individuellen Fahrwerken mit ihren Federstufen etc. ergeben. Das Simulationsmodell beinhaltet weiterhin das Gleis mit der abzuprüfenden Trassierung, örtlichen Spur- und Rillenweiten sowie etwaigen Flachrillen. Darüber hinaus sind z.B. eine elastische Gleisbettung oder örtliche Gleislagefehler möglich. In der Simulation werden die Fahrzeugmodelle über die geplanten Gleisanlagen bewegt. Dabei werden relevante Kombinationen von Rand­bedingungen wie z.B. der Beladung, einer Winterversteifung der Gummifedern, der Rad/Schiene-Profile, der Fahrgeschwindigkeit etc. variiert.

Die Simulationsergebnisse werden gegenüber Beurteilungs­kriterien aus Regelwerken (z.B. Entgleisungssicherheit) oder Fahrzeugunterlagen (z.B. ertragbare Lasten) bewertet. Soweit die Befahrbarkeit noch nicht sichergestellt ist, variiert PROSE die Trassierung in einem schrittweisen Vorgehen. Dazu dienen zuvor abgestimmte Prämissen, welche Parameter wie z.B. der Überhöhungsverlauf oder die Höhenlage etc. prioritär geändert werden oder beispielsweise aus städtebaulichen Gründen unverändert bleiben müssen.

Kundennutzen

Der unmittelbare Nutzen besteht in der Planungssicherheit, die sich aus der nachweislichen Befahrbarkeit der neuen Trassierung ergibt. Gleichzeitig wird das Risiko an Spätfolgen nach Realisierung der Baumassnahme wie auftretenden Rissen an der Fahrzeugstruktur minimiert.

 

Technische Unterstützung und Dokumentation für die Modernisierung der EMU-Klasse 72

Kunde: Alstom, Schweden

Projektaufgaben

  • Erfassung von Anforderungen
  • Elektrische Systemtechnik
  • Technisches Schreiben

Unsere Umsetzung

PROSE lieferte technische Unterstützung und Dokumentation für die Modernisierung des Elektrotriebwagens der Klasse 72. Ein Ingenieur für elektrische Systeme stellte sicher, dass die wichtigsten Verbesserungen – wie LED-Frontbeleuchtung, USB-Anschlüsse und Innenbeleuchtung – modernen Standards entsprachen. Darüber hinaus wurden zwei technische Redakteure damit beauftragt, die bestehende technische Dokumentation zu aktualisieren, um die Verbesserungen zu berücksichtigen.

Unser Team für elektrische Systeme ging methodisch vor, um sicherzustellen, dass alle Teilsysteme die funktionalen Anforderungen erfüllen und den geltenden Normen und Vorschriften entsprechen. Unser Schwerpunkt lag auf der Überprüfung von Teilsystemen wie LED-Frontleuchten, USB-Kontakten und Fahrgastinformationssystemen (PIS). Wenn wir Lücken zwischen den vorhandenen Komponenten und den geforderten Standards feststellten, empfahlen wir Verbesserungen. Unser gründlicher Ansatz stellte sicher, dass jeder Aspekt des elektrischen Systems für eine moderne betriebliche Effizienz und die Einhaltung der Vorschriften optimiert wurde.

Kundennutzen

Unser Fachwissen ermöglichte einen schnellen Projektstart, wodurch der Kunde wertvolle Lieferzeiten einsparen konnte. ALSTOM schätzte auch die Unterstützung von PROSE in Sicherheits- und Regulierungsfragen, die sicherstellte, dass alle Anforderungen effizient erfüllt wurden.

 

      

Suche nach potenziellen Lieferanten für X10-Lager

Kunde: Stadler Service Sweden AB, Schweden

Projektaufgaben

  • Überprüfung der Dokumentation
  • Risikobewertung
  • Aktualisierung der Spezifikation
  • Beschaffungsmanagement

Unsere Umsetzung

Im Auftrag von Stadler Service AB führte PROSE eine detaillierte Vorstudie durch, um zuverlässige Lieferanten für ein veraltetes Grosswälzlager für die X10-Züge zu identifizieren. Angesichts der Herausforderungen, die durch die Obsoleszenz der vorhandenen Komponenten entstehen, zielt dieses Projekt darauf ab, nachhaltige Beschaffungslösungen zu gewährleisten und die langfristige Wartung und Verfügbarkeit der Zugeinheiten zu unterstützen.

In einem ersten Schritt überprüfte PROSE die bestehenden relevanten Unterlagen des Kunden und aktualisierte die Anforderungsspezifikationen entsprechend den erhöhten mechanischen Belastungen. In einem zweiten Schritt identifizierten und kontaktierten wir dann mehrere potenzielle Lieferanten innerhalb und ausserhalb Europas und diskutierten mögliche Lösungen in Bezug auf technische Machbarkeit und Kosteneffizienz.

Kundennutzen

PROSE legte dem Kunden einen Bericht vor, der eine Auswahlliste potenzieller Lieferanten mit ihren jeweiligen Angeboten enthielt. Um den Kunden bei der raschen Auswahl des Lieferanten zu unterstützen, fügte PROSE eine Bewertung der Lieferanten und der entsprechenden Angebote sowie eine anschliessende Empfehlung hinzu.

 

  

Validierung Wartungsaktivitäten – Mälartåg

Kunde: AB Transitio, Schweden

Projektaufgaben

  • Validierung des Wartungsprozesses

Unsere Umsetzung

Transitio, als Eigentümer, und MTR, als Betreiber der Mälartåg-Züge, sind für die Validierung der Wartungsprozesse verantwortlich. Diese Validierung dient dazu, die Wartungsanweisungen zu vervollständigen und Effizienzsteigerungen in den Wartungsabläufen zu identifizieren. Der Zughersteller Stadler ist verpflichtet, die vertraglich vereinbarten Spezifikationen zu erfüllen, um sicherzustellen, dass die Wartung nach den höchsten Standards durchgeführt wird.

Die Validierung des Wartungsprozesses gliedert sich in fünf Hauptphasen:

  • Bedarfsplanung und -definition: Hier wird der Bedarf ermittelt und klar definiert.
  • Festlegung von Spezifikationen und Konfigurationen: In dieser Phase werden die genauen Spezifikationen und Konfigurationen festgelegt.
  • Überprüfung: Diese Phase dient der sorgfältigen Überprüfung der zuvor definierten Spezifikationen und Konfigurationen.
  • Nutzung: Nach der Bedarfsdefinition, dem Design und der Qualifizierung, die Tests und Inbetriebnahme umfassen, folgt die Nutzungsphase. Während dieser Phase wird kontinuierlich überprüft, ob der validierte Zustand aufrechterhalten wird. Dies ist in der Regel die längste Phase und zielt darauf ab, zu gewährleisten, dass während der gesamten Nutzungsdauer die festgelegten Standards kontinuierlich erfüllt werden.
  • Ausserbetriebnahme: Die letzte Phase beinhaltet das geordnete Ausserbetriebnehmen unter Beibehaltung der dokumentierten Standards bis zum Schluss.

Ziel dieser strukturierten Vorgehensweise ist es, die Effizienz und Sicherheit während der gesamten Lebensdauer zu gewährleisten.

Kundennutzen

Die Überwachung der Erstqualifizierung von Geräten und die Einhaltung definierter Prozesse während der Nutzungsphase sind essenziell. Dies ermöglicht eine effektive Prozessverifizierung, durch die potenzielle Abweichungen frühzeitig erkannt werden können. Auf diese Weise lassen sich präventive Massnahmen ergreifen, bevor Abweichungen auftreten. Diese präventive Überwachung und frühzeitige Korrektur tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung der Qualität und Zuverlässigkeit der betrieblichen Abläufe bei.

 

     

Fachkundige Beratung für SJ-Hochgeschwindigkeitszug X2000 Upgrade

Kunde: Swedish State Railwyas (SJ), Schweden

Projektaufgaben

  • Upgrade des Antriebssystems
  • Aktualisierung des Train Control and Monitoring Systems (TCMS)
  • Koordinierung und Unterstützung bei der Modernisierung des Aussentürsystems
  • Innenraumrenovierung der Fahrgastwagen
  • Test und Verifikation

Unsere Umsetzung

Die Schwedischen Staatsbahnen (SJ) leiten ein umfassendes Modernisierungsprogramm für ihre Flotte von 36 X2000-Personenzügen ein, die seit über drei Jahrzehnten im Einsatz sind. Dieses umfangreiche Projekt umfasst eine Reihe wichtiger Modernisierungen, die die Leistung, die Zuverlässigkeit und den Fahrgastkomfort verbessern sollen. Der Umfang der Modernisierung umfasst eine komplette Überholung des Antriebssystems der Züge, um die Effizienz zu steigern und die Umweltbelastung zu verringern. Darüber hinaus wird das Zugsteuerungs- und -überwachungssystem (Train Control and Monitoring System, TCMS) auf den neuesten Stand der Bahntechnik gebracht, um eine bessere Betriebskontrolle und Sicherheit zu gewährleisten. Die Renovierung erstreckt sich auch auf die Aussentüren. Darüber hinaus wird der Innenraum der Reisezugwagen umfassend renoviert, um ein komfortableres und ästhetisch ansprechenderes Reiseerlebnis zu bieten. Diese Verbesserungen zielen darauf ab, die Lebensdauer der Züge zu verlängern und sie an die aktuellen technischen und ökologischen Standards anzupassen.

PROSE spielt bei der Durchführung dieses ehrgeizigen Projekts eine zentrale Rolle, indem wir SJ und seine Zulieferer mit einer Reihe von Dienstleistungen beraten. Unser Ansatz basiert auf einer umfassenden Projektmanagementstrategie, die die Projektkoordination und die technische Planung umfasst. Wir sind auch an strengen Test- und Prüfphasen beteiligt, um sicherzustellen, dass alle Nachrüstungen den strengen Standards entsprechen, die im modernen Schienenpersonenverkehr erwartet werden. Unser Team besteht aus erfahrenen Fachleuten mit fundierten Kenntnissen über Bahnsysteme, die eine Fülle von Wissen und Erfahrung in das Projekt einbringen. Durch die nahtlose Integration in den Betrieb von SJ erleichtern wir die effektive Kommunikation und Koordination zwischen allen Beteiligten, gehen proaktiv auf Herausforderungen ein und stellen sicher, dass die Projektmeilensteine effizient erreicht werden. Unser ganzheitlicher Ansatz gewährleistet, dass vom ersten Entwurf bis zur endgültigen Umsetzung jeder Aspekt des Projekts mit Präzision und Sorgfalt behandelt wird.

Kundennutzen

Durch die Beauftragung von PROSE mit diesem umfangreichen Modernisierungsprojekt erhält die Schwedische Staatsbahn (SJ) Zugang zu einem Team von sehr erfahrenen Expert:innen, die ein tiefes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge bei der Modernisierung veralteter Zugflotten mitbringen. Unsere Mitwirkung garantiert einen reibungslosen und effektiven Ablauf des Projekts und maximiert das Potenzial für eine termingerechte und budgetkonforme Lieferung. Unser Fachwissen hilft dabei, potenzielle Probleme zu antizipieren und Risiken zu mindern, damit die modernisierten Züge den aktuellen und künftigen Anforderungen des Schienenverkehrs gerecht werden. Zu den unmittelbaren Vorteilen für SJ gehören eine verbesserte Zugleistung und eine höhere Fahrgastzufriedenheit. Letztendlich unterstützt dieses Projekt die Ziele von SJ, die betriebliche Effizienz zu verbessern und ein hervorragendes Reiseerlebnis zu bieten, und stärkt damit den Ruf des Unternehmens als führendes Unternehmen für nachhaltige und innovative Lösungen im Schienenverkehr.

 

 

Digitalisierung Instandhaltungsvorgaben

Kunde: SBB Historic, Schweiz

Projektaufgaben

  • Recherche: Sichtung und Analyse der bestehenden Dokumentation (z. B. alte Reglemente)
  • Experteninterviews: Ergänzung der Datenbasis durch Know-how von Fachleuten
  • Dokumentation: Erstellung von Instandhaltungsplänen für die 14 Triebfahrzeuge und 3-4 Wagenflotten
  • Freigabe: Berücksichtigung von Kundenfeedback und finale Abstimmung

Rahmenbedingungen:

  • Nutzung alter Reglemente als Grundlage
  • Ergänzung durch Reverse-Engineering und andere Methoden bei Datenlücken
  • Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin, insbesondere zur Bereitstellung von Wissen und Rückmeldungen

Unsere Umsetzung

Das Projekt wurde von SBB Historic initiiert, um die bestehende Instandhaltungsorganisation und das Flottenmanagement schrittweise in die europäische Normenwelt zu überführen. Im Mittelpunkt steht die Herausforderung, eine lückenhafte Dokumentationsbasis zu transformieren. Viele der historischen Fahrzeuge verfügen über nur fragmentarisch vorhandene Betriebs- und Instandhaltungsanleitungen, da die ursprünglichen Hersteller teilweise nicht mehr existieren oder die Dokumentationen über die Jahre verloren gegangen sind.

Darüber hinaus soll die Einführung der Instandhaltungssoftware ZEDAS dazu beitragen, die Instandhaltungsprozesse langfristig zu optimieren und zukunftssicher zu gestalten. Ziel des Projekts ist es, eine konsistente und normgerechte Instandhaltungsplan-Landschaft für die historischen Triebfahrzeuge zu schaffen, die es ermöglicht, die Wartung und Pflege effizient, sicher und ressourcenschonend zu gestalten. Gleichzeitig soll die Umstellung die Anforderungen der europäischen Normen erfüllen und die Umsetzung von Instandhaltungsmassnahmen durch Eigen-, Vereins- und Fremdleistungen sicherstellen.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt PROSE auf ein strukturiertes Vorgehen, das mehrere ineinandergreifende Arbeitsschritte umfasst. Zu Beginn steht eine umfassende Recherche im Mittelpunkt, bei der alte Instandhaltungs-Reglemente gesichtet und analysiert werden, um bestehende Inhalte aufzubereiten. Im Anschluss daran führt PROSE Experteninterviews durch, um das historische Wissen von Fachleuten einzubinden und bestehende Lücken zu schliessen oder veraltete Vorgaben zu aktualisieren. Darauf aufbauend erfolgt die Erstellung der Instandhaltungspläne für die 14 Triebfahrzeuge sowie drei bis vier Wagenflotten. Diese Pläne werden in einem iterativen Prozess entwickelt, bei dem Kundenrückmeldungen berücksichtigt werden, um eine passgenaue Lösung zu gewährleisten. Abschliessend erfolgt die Integration der Pläne in das neue Instandhaltungskonzept und ihre Anpassung an die Anforderungen der ZEDAS-Software.

Das PROSE-Team, bestehend aus erfahrenen Expert:innen garantiert eine professionelle und qualitätsorientierte Umsetzung. Das Team wird bei Bedarf durch weitere Fachleute unterstützt, um die Qualität und Effizienz der Umsetzung sicherzustellen.

Kundennutzen

Das Projekt bietet der Auftraggeberin SBB Historic zahlreiche Vorteile, die über die reine Erstellung der Instandhaltungspläne hinausgehen. Durch die Entwicklung einer einheitlichen, normgerechten Planungslandschaft wird sichergestellt, dass die Instandhaltung der historischen Fahrzeuge sicher, effizient und kostengünstig erfolgen kann. Die Einbindung bestehender Reglemente sowie die Ergänzung fehlender Inhalte durch Experteninterviews reduzieren nicht nur den zeitlichen und finanziellen Aufwand, sondern gewährleisten auch eine hohe Praxisnähe und Relevanz der Pläne.

Ein weiterer wesentlicher Nutzen liegt in der Einführung der Instandhaltungssoftware ZEDAS, die als zentraler Baustein für die zukünftige Digitalisierung und Optimierung der Prozesse dient. Die Kombination aus technischer und operativer Expertise von PROSE stellt sicher, dass die Pläne nahtlos in das neue Software-Ökosystem integriert werden und somit ein hohes Mass an Effizienz und Transparenz geschaffen wird.

Durch die transparente Preisgestaltung und das vereinbarte Kostendach bleibt das Projekt finanziell kalkulierbar und nachvollziehbar. Gleichzeitig profitieren SBB Historic und die beteiligten Organisationen von der langjährigen Erfahrung und der bewährten Kompetenz von PROSE. Das Ergebnis ist nicht nur eine technisch einwandfreie, sondern auch wirtschaftlich sinnvolle Lösung, die den sicheren Betrieb der historischen Flotte langfristig gewährleistet.

 

 

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